Immobilieninvestments: USA verliert, Europa gewinnt

Der Global Investment Atlas 2018 von Cushman & Wakefield  untersucht das Investitionsverhalten 2017 und prognostiziert die Marktperformance für 2018. Die aktuelle Hochrechnung des Berichts zeigt, dass in 2017 das bislang höchste Immobilientransaktionsvolumen erreicht wurde. Für 2018 sei ein weiterer Anstieg zu erwarten.

Europas Immobilienmarkt profitiert von der Schwäche am US-Markt.

Im Jahr 2017 wurden dem Marktbericht zufolge ein weltweites Transaktionsvolumen von 1,62 Billionen US-Dollar verbucht, was einen neuen Höchstwert markiert. In 2016 wurde ein Wert von 1,43 Billionen US-Dollar erreicht.

Treibende Kraft sind laut Cushman & Wakefield asiatische Investoren. Über die Hälfte des eingesetzten Kapitals und 46 Prozent aller grenzüberschreitenden Aktivitäten stammen aus dieser Region. Es sei davon auszugehen, dass auch in absehbarer Zukunft asiatische Investoren weiterhin dominieren werden.

Alle Märkte gefragt, mit Ausnahme der USA

Dem Bericht zufolge erhöhten die global agierenden Investoren aus dem Asien-Pazifik-Raum ihr Engagement in den meisten Märkten, jedoch nicht in den USA. Ursachen dafür waren die aktuelle Phase des Marktzyklus, die Unsicherheit über die US-Politik und die Kapitalkontrollen in China.

Europa als Profiteur

Die Verluste in Nordamerika bedeuteten einen Gewinn für Europa. Die Investitionen aus Asien stiegen im Jahresvergleich um 96 Prozent. Die Transaktionen nationaler Käufer gingen sowohl in Europa als auch in Nordamerika im Jahresvergleich zurück. Der globale Anstieg inländischer Investitionen wurde ausschließlich von nationalen Käufern im asiatisch-pazifischen Raum getragen (plus 39,9 Prozent im Jahresvergleich).

Investments in den USA rückläufig

Die USA sind nach wie vor das Hauptinvestitionsziel für internationale Investoren, jedoch mit rückläufiger Tendenz. Regional betrachtet ist Europa der Spitzenreiter mit 50 Prozent aller grenzüberschreitenden Investitionen. London bleibt bei den einzelnen Städten das begehrteste Investitionsziel für internationales Kapital, da Befürchtungen um potenzielle Auswirkungen des Brexits durch den Glauben an die langfristige Attraktivität des Standorts und die Abwertung des britischen Pfunds besänftigt wurden.

„Dynamik bis ins Jahr 2018“

Carlo Barel di Sant’Albano, Chief Executive bei Cushman & Wakefield Global Capital Markets & Investor Services Business, sagt: „Aufgrund stark gestiegener Transaktionsvolumen und steigender Werte haben sich Immobiliengeschäfte im Jahr 2017 weltweit außerordentlich gut entwickelt. Dies sorgt für Dynamik bis ins Jahr 2018 hinein, obwohl es wegen der Sorgen um einen Handelskrieg und der Volatilität der Aktienmärkte leichte Turbulenzen gab. Das Gleichgewicht der Preise sowie das Verhältnis von Angebot und Nachfrage deuten auf ein weiteres gesundes Jahr hin. Auch wenn Immobilienangebote knapp sind, rechnen wir mit einem leichten Anstieg des globalen Transaktionsvolumens, einer Zunahme der Gewinnmitnahmen sowie der Unternehmensaktivitäten.“ (fm)

Foto: Shutterstock

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