15. März 2018, 10:40
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilieninvestments: USA verliert, Europa gewinnt

Der Global Investment Atlas 2018 von Cushman & Wakefield  untersucht das Investitionsverhalten 2017 und prognostiziert die Marktperformance für 2018. Die aktuelle Hochrechnung des Berichts zeigt, dass in 2017 das bislang höchste Immobilientransaktionsvolumen erreicht wurde. Für 2018 sei ein weiterer Anstieg zu erwarten.

Europa-europaeische-union-shutterstock 584623759 in Immobilieninvestments: USA verliert, Europa gewinnt

Europas Immobilienmarkt profitiert von der Schwäche am US-Markt.

Im Jahr 2017 wurden dem Marktbericht zufolge ein weltweites Transaktionsvolumen von 1,62 Billionen US-Dollar verbucht, was einen neuen Höchstwert markiert. In 2016 wurde ein Wert von 1,43 Billionen US-Dollar erreicht.

Treibende Kraft sind laut Cushman & Wakefield asiatische Investoren. Über die Hälfte des eingesetzten Kapitals und 46 Prozent aller grenzüberschreitenden Aktivitäten stammen aus dieser Region. Es sei davon auszugehen, dass auch in absehbarer Zukunft asiatische Investoren weiterhin dominieren werden.

Alle Märkte gefragt, mit Ausnahme der USA

Dem Bericht zufolge erhöhten die global agierenden Investoren aus dem Asien-Pazifik-Raum ihr Engagement in den meisten Märkten, jedoch nicht in den USA. Ursachen dafür waren die aktuelle Phase des Marktzyklus, die Unsicherheit über die US-Politik und die Kapitalkontrollen in China.

Europa als Profiteur

Die Verluste in Nordamerika bedeuteten einen Gewinn für Europa. Die Investitionen aus Asien stiegen im Jahresvergleich um 96 Prozent. Die Transaktionen nationaler Käufer gingen sowohl in Europa als auch in Nordamerika im Jahresvergleich zurück. Der globale Anstieg inländischer Investitionen wurde ausschließlich von nationalen Käufern im asiatisch-pazifischen Raum getragen (plus 39,9 Prozent im Jahresvergleich).

Investments in den USA rückläufig

Die USA sind nach wie vor das Hauptinvestitionsziel für internationale Investoren, jedoch mit rückläufiger Tendenz. Regional betrachtet ist Europa der Spitzenreiter mit 50 Prozent aller grenzüberschreitenden Investitionen. London bleibt bei den einzelnen Städten das begehrteste Investitionsziel für internationales Kapital, da Befürchtungen um potenzielle Auswirkungen des Brexits durch den Glauben an die langfristige Attraktivität des Standorts und die Abwertung des britischen Pfunds besänftigt wurden.

“Dynamik bis ins Jahr 2018”

Carlo Barel di Sant’Albano, Chief Executive bei Cushman & Wakefield Global Capital Markets & Investor Services Business, sagt: “Aufgrund stark gestiegener Transaktionsvolumen und steigender Werte haben sich Immobiliengeschäfte im Jahr 2017 weltweit außerordentlich gut entwickelt. Dies sorgt für Dynamik bis ins Jahr 2018 hinein, obwohl es wegen der Sorgen um einen Handelskrieg und der Volatilität der Aktienmärkte leichte Turbulenzen gab. Das Gleichgewicht der Preise sowie das Verhältnis von Angebot und Nachfrage deuten auf ein weiteres gesundes Jahr hin. Auch wenn Immobilienangebote knapp sind, rechnen wir mit einem leichten Anstieg des globalen Transaktionsvolumens, einer Zunahme der Gewinnmitnahmen sowie der Unternehmensaktivitäten.” (fm)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

GDV: Entscheidung der Fed handelt gegen steigenden politischen Druck

Gestern entschied sich Jerome Powell dazu, seinen Kurs der Zinspolitik fortzusetzen. Die Auswirkungen für Deutschland scheinen geringer als gedacht zu sein .Ein Kommentar von Klaus Wiener, Chefvolkswirt des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...

Immobilien

Auch Eigenleistungen, Bausparvertrag oder Riester-Rente sind Eigenkapital

Eine Finanzierung der eigenen vier Wände sollte mit 15 Prozent Eigenkapital auf sichere Beine gestellt werden. Dabei zählt hier nicht nur das Ersparte. Auch Eigenleistungen wie Tapezieren oder Malern können als Eigenkapital angerechnet werden und machen den Hausbau so für Normalverdiener mit geringen Ersparnissen möglich.

mehr ...

Investmentfonds

Schwache Wirtschaft, niedrige Inflation, hohe Staatsverschuldung: Europa in der Krise?

Seit Anfang des Jahres häufen sich die negativen Wirtschaftsmeldungen: Immer weiter werden Konjunkturprognosen nach unten korrigiert und im Mai entfernte sich auch die Inflation wieder deutlich von der 2- Prozent-Zielmarke der EZB. Gleichzeitig sind die hohen Verschuldungsquoten und Reformstaus vieler europäischer Staaten bedenklich. Ein Kommentar von Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender der Dr. Klein Privatkunden AG.

mehr ...
20.06.2019

Powells Balanceakt

Berater

Nachbearbeitungspflichten: Burnout des Vertreters schränkt Wahlrecht nicht ein!

Das OLG Köln hat kürzlich darüber entschieden, ob der Vertreter Provisionen auch dann zurückzuzahlen hat, wenn er aus gesundheitlichen Gründen selbst keine Nachbearbeitung vorgenommen hat. Ein Gastbeitrag von Jürgen Evers, EversRechtsanwälte für Vertriebsrecht .

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Top 5 der Woche: Sachwertanlagen

Was waren die interessantesten Sachwert-Themen und Meldungen der Woche? Welche Beiträge wurden von den Cash.Online-Lesern besonders häufig geklickt? Unser Wochen-Ranking zeigt das Wichtigste auf einen Blick.

mehr ...

Recht

Trennung nach Schenkung: Geld zurück, bitte!

Geldgeschenke der Eltern eines Partners müssen zurückgezahlt werden, wenn sich das Paar kurze Zeit nach der Schenkung trennt. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Urteil vom 18. Juni 2019 – X ZR 107/16).

mehr ...