JLL: Bestes Ergebnis seit 2000 auf Frankfurter Bürovermietungsmarkt

Die Nachfrage nach Frankfurter Büroflächen erreichte nach Angaben von Jones Lang LaSalle (JLL) auch im ersten Quartal 2018 Höchstwerte. Zahlreiche Projekte sind in der Entstehung, um den hohen Bedarf zu bedienen.

Die Nachfrage nach Büros in der Mainmetropole liegt derzeit auf hohem Niveau.

Mit einem Umsatz von 152.000 Quadratmetern konnte der Frankfurter Bürovermietungsmarkt nach Angaben von Jones Lang LaSalle in den ersten drei Monaten des Jahres nahtlos an die starke Dynamik im Vorjahr anknüpfen.

Dieser Wert bedeute ein Plus von rund einem Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum und sei gleichbedeutend mit dem besten ersten Quartal seit dem Jahr 2000.

„Wir gehen davon aus, dass der durch einige Überhänge aus 2017 allerdings erst ganz zum Ende des Quartals entstandene Vermietungsschwung sich im Jahresverlauf weiter intensivieren wird“, so Markus Kullmann, Team Leader Office Leasing JLL Frankfurt.

Hohes Gesamtvolumen erwartet

„Aufgrund dieser auch zu Beginn des zweiten Quartals zu spürenden Dynamik haben wir unsere Prognose für das Gesamtjahr auf 575.000 Quadratmeter angehoben, ein Vermietungsvolumen deutlich oberhalb des Schnitts der letzten fünf beziehungsweise zehn Jahre“, so Kullmann weiter. Wie die weiteren Ergebnisse der Brüsseler Brexit-Verhandlungen durch international agierende Banken aufgenommen und wie sie sich auf den Frankfurter Bürovermietungsmarkt auswirken werden, bleibe abzuwarten.

Aus heutiger Sicht wird das Fertigstellungsvolumen laut JLL über die nächsten Jahre weiter zunehmen und könnte in 2020 annähernd 400.000 Quadratmeter erreichen. Rund 40.000 Quadratmeter seien es im ersten Quartal 2018 gewesen, davon allerdings nur circa 13.000 Quadratmeter in zwei Projekten frei am Markt. Im Jahresverlauf 2018 würden voraussichtlich noch weitere 113.000 Quadratmeter fertiggestellt – lediglich 20 Prozent davon frei verfügbar.

„Es wird spannend zu sehen sein, wo die nächsten Großabschlüsse in den neuen Hochhäusern stattfinden werden“, so Kullmann.  Grundsätzlich sei die Nachfrage nach hochwertigen Flächen im Spitzenmietpreissegment vorhanden. „Es zeichnet sich dabei ab, dass die neuen Objekte sich aufgrund der am Markt vorhandenen Anfragen zu ‚Multi-Tenant-Türmen‘ entwickeln werden.“

Spitzenmiete wird weiter zulegen

Aufgrund dieses relativ moderaten Fertigstellungsvolumens im laufenden Jahr und der erwartet dynamischen Umsatzentwicklung dürfte sich die Leerstandsquote laut JLL von 7,4 Prozent Ende März in den kommenden neun Monaten weiter auf 6,8 Prozent verringern. Danach dürfte es eher zu einer Seitwärtsbewegung als zu einer weiter rückläufigen Tendenz kommen.

Die Spitzenmiete blieb laut JLL im ersten Quartal 2018 mit 38 Euro pro Quadratmeter und Monat stabil. Bis zum Jahresende werde ein Anstieg um einen Euro erwartet. Das Gros der Nachfrage finde sich wie immer im Bereich zehn bis 20 Euro pro Quadratmeter. In dieser Mietpreisklasse ständen die erweiterte Bankenlage, das Europaviertel und Gateway Gardens im Fokus der Nutzer. (bk)

Foto: Shutterstock

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