10. April 2018, 08:27
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

JLL: Bestes Ergebnis seit 2000 auf Frankfurter Bürovermietungsmarkt

Die Nachfrage nach Frankfurter Büroflächen erreichte nach Angaben von Jones Lang LaSalle (JLL) auch im ersten Quartal 2018 Höchstwerte. Zahlreiche Projekte sind in der Entstehung, um den hohen Bedarf zu bedienen.

Frankfurt-shutt 97889132 in JLL: Bestes Ergebnis seit 2000 auf Frankfurter Bürovermietungsmarkt

Die Nachfrage nach Büros in der Mainmetropole liegt derzeit auf hohem Niveau.

Mit einem Umsatz von 152.000 Quadratmetern konnte der Frankfurter Bürovermietungsmarkt nach Angaben von Jones Lang LaSalle in den ersten drei Monaten des Jahres nahtlos an die starke Dynamik im Vorjahr anknüpfen.

Dieser Wert bedeute ein Plus von rund einem Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum und sei gleichbedeutend mit dem besten ersten Quartal seit dem Jahr 2000.

„Wir gehen davon aus, dass der durch einige Überhänge aus 2017 allerdings erst ganz zum Ende des Quartals entstandene Vermietungsschwung sich im Jahresverlauf weiter intensivieren wird“, so Markus Kullmann, Team Leader Office Leasing JLL Frankfurt.

Hohes Gesamtvolumen erwartet

„Aufgrund dieser auch zu Beginn des zweiten Quartals zu spürenden Dynamik haben wir unsere Prognose für das Gesamtjahr auf 575.000 Quadratmeter angehoben, ein Vermietungsvolumen deutlich oberhalb des Schnitts der letzten fünf beziehungsweise zehn Jahre“, so Kullmann weiter. Wie die weiteren Ergebnisse der Brüsseler Brexit-Verhandlungen durch international agierende Banken aufgenommen und wie sie sich auf den Frankfurter Bürovermietungsmarkt auswirken werden, bleibe abzuwarten.

Aus heutiger Sicht wird das Fertigstellungsvolumen laut JLL über die nächsten Jahre weiter zunehmen und könnte in 2020 annähernd 400.000 Quadratmeter erreichen. Rund 40.000 Quadratmeter seien es im ersten Quartal 2018 gewesen, davon allerdings nur circa 13.000 Quadratmeter in zwei Projekten frei am Markt. Im Jahresverlauf 2018 würden voraussichtlich noch weitere 113.000 Quadratmeter fertiggestellt – lediglich 20 Prozent davon frei verfügbar.

„Es wird spannend zu sehen sein, wo die nächsten Großabschlüsse in den neuen Hochhäusern stattfinden werden“, so Kullmann.  Grundsätzlich sei die Nachfrage nach hochwertigen Flächen im Spitzenmietpreissegment vorhanden. „Es zeichnet sich dabei ab, dass die neuen Objekte sich aufgrund der am Markt vorhandenen Anfragen zu ‚Multi-Tenant-Türmen‘ entwickeln werden.“

Spitzenmiete wird weiter zulegen

Aufgrund dieses relativ moderaten Fertigstellungsvolumens im laufenden Jahr und der erwartet dynamischen Umsatzentwicklung dürfte sich die Leerstandsquote laut JLL von 7,4 Prozent Ende März in den kommenden neun Monaten weiter auf 6,8 Prozent verringern. Danach dürfte es eher zu einer Seitwärtsbewegung als zu einer weiter rückläufigen Tendenz kommen.

Die Spitzenmiete blieb laut JLL im ersten Quartal 2018 mit 38 Euro pro Quadratmeter und Monat stabil. Bis zum Jahresende werde ein Anstieg um einen Euro erwartet. Das Gros der Nachfrage finde sich wie immer im Bereich zehn bis 20 Euro pro Quadratmeter. In dieser Mietpreisklasse ständen die erweiterte Bankenlage, das Europaviertel und Gateway Gardens im Fokus der Nutzer. (bk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Prozess um Millionenbetrug mit Kapitalanlagen

Eine Anlagenfirma aus der Schweiz hat über 5.800 Anleger um mindestens 60 Millionen betrogen. Nun müssen sich vier Beschuldigte vor dem Münchner Landgericht verantworten. Für die Anleger gibt es noch Hoffnung, entschädigt zu werden.

mehr ...

Immobilien

Immobilienpreisanstieg im Norden und Osten weniger schwunghaft

Die Preise für Wohnimmobilien im Norden und Osten Deutschlands steigen im ersten Quartal 2018 weiter – für Wohnungen allerdings mit gedrosseltem Tempo. Laut Trendindikator Immobilienpreise des Finanzdienstleisters Dr. Klein (DTI) ist die Entwicklung in Berlin nach wie vor am dynamischsten: Im Jahresvergleich kosten Wohnungen über 15 Prozent mehr, verglichen mit dem vorigen Quartal sind Häuser um rund vier Prozent teurer.

mehr ...

Investmentfonds

Yen zur Portfolioabsicherung

Die japanische Währuing Yen hat nicht nur attraktive defensive Eigenschaften. Er kann zudem die Portfolioperformance aufgrund einer Reihe von Faktoren positiv beeinflussen. Ein Gastbeitrag von Jason Borbora, Investec AM

mehr ...

Berater

Deutsche haben ihre Finanzen im Griff – nach eigener Einschätzung

Die Deutschen sind überzeugt davon, gut mit ihrem Geld umgehen zu können. Mehr als drei Viertel haben nach eigenen Angaben einen sehr guten oder guten Überblick über ihre Einnahmen und Ausgaben. 88 Prozent beschäftigen sich regelmäßig mit ihren Ausgaben, 22 Prozent sogar täglich. Das sind Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Umfrage von Geld und Haushalt, dem Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...