Käufer reißen sich um Berliner Premiumimmobilien

Die deutsche Hauptstadt ist bei Kapitalanlegern gefragt wie nie. Ein stabiles wirtschaftliches Umfeld, eine hohe Beschäftigungszahl und nachhaltiges Bevölkerungswachstum machen den Immobilienstandort Berlin für nationale sowie internationale Investoren interessant.

Luxuswohnungen am Prenzlauer Berg: Nachfrage steigt deutlich

Der Nachfragedruck lässt die Preise in Berlin weiter steigen, aufgrund des weiterhin nicht ausreichenden Angebots nehmen die Kauffälle im Eigentumswohnungssegment ab 3.000 Euro pro Quadratmeter und bei Ein- und Zweifamilienhäusern mit einem Kaufpreis ab 250.000 Euro allerdings weiter ab.

Steigende Nachfrage in allen Segmenten

„Berlin besitzt als Hauptstadt und aufstrebende Metropole national wie international eine enorme Strahlkraft. Die steigende Nachfrage in allen Segmenten des Immobilienmarktes sorgt für eine erhöhte Projektentwicklungsaktivität im gesamten Stadtgebiet. Für das Premiumimmobiliensegment konnten wir leichte Preissteigerungen feststellen, dieser Trend wird nach derzeitigen Prognosen auch in den kommenden Jahren anhalten“, schildert Andriy Semkiv, Geschäftsführer bei Dahler & Company Berlin.

Sinkende Kauffälle mangels Angebot

Die Entwicklungen der Segmente Eigentumswohnungen und Ein- und Zweifamilienhäuser weisen bezüglich der Anzahl der Kauffälle eine deutliche Differenz auf. Auf dem Häusermarkt sank die Anzahl der im vergangenen Jahr verkauften Objekte deutlich, im Vergleich zu 2016 wurden hier 61 Prozent weniger Immobilien veräußert. Dagegen fiel der Rückgang der Kauffälle im Eigentumswohnungssegment im gleichen Zeitraum nur gering aus, lediglich 0,98 Prozent weniger Transaktionen als im Vorjahr wurden verzeichnet. Auch die insgesamt verkauften Objekte in Berlin gingen von 24.838 Eigentumswohnungen und Ein- und Zweifamilienhäusern 2016 auf 22.094 im Jahr 2017 zurück. Ein weiterer Ausdruck der vorhandenen Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage.

Zentrale Lagen bevorzugt

Käufer zieht es auch weiterhin besonders in die zentralen Lagen. Vor allem die Teilmärkte Mitte und Prenzlauer Berg sind stark nachgefragt und zeichneten sich für rund 43,5 Prozent oder 3.122 der gesamten Verkäufe in den untersuchten Teilmärkten verantwortlich. 95 der verkauften Wohnungen in Mitte und Prenzlauer Berg hatten dabei einen Verkaufswert von über eine Million Euro. Den stärksten Anstieg von Kauffällen wiesen die Stadtteile Gesundbrunnen mit 437 (plus 166 Prozent) und Wedding mit 151 (plus 101 Prozent) auf.

Keine Marktberuhigung in Sicht

„Der Nachfrageüberhang sorgt in beiden Segmenten, bei Eigentumswohnungen und Ein- und Zweifamilienhäusern, gleichermaßen für rückläufige Verkaufszahlen. Insbesondere im Zentrum werden die Preise durch diesen Trend allerdings weiter an Auftrieb gewinnen, so könnten potentielle Käufer in Zukunft vermehrt auf Randbezirke ausweichen“, prognostiziert Vincent Papke, ebenfalls Geschäftsführer bei Dahler & Company Berlin. Mittelfristig ist für den Berliner Wohnungsmarkt keine Beruhigung in Sicht. Auch wenn aktuell eine erhöhte Projektentwicklungsaktivität zu verzeichnen ist, wird sich die Preislage, vor allem im Zentrum, vorerst nicht entspannen. Alle Zeichen stehen auf „Weiter so“, so Dahler & Company. (fm)

Foto: Shutterstock

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