21. März 2018, 15:57
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Preisanstieg bei Wohnimmobilien: Europäische Länder auf vorderen Plätzen

Die weltweiten Preise für Wohnimmobilien sind nach den Ergebnissen des Global House Price Index von Knight Frank im Jahr 2017 im Schnitt um 4,6 Prozent gestiegen. Unter den zehn Ländern mit den höchsten Zuwachsraten befinden sich sieben europäische Staaten.

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Blick auf Reykjavik: In Island verteuerten sich Wohnimmobilien im vergangenen Jahr im Schnitt um 15 Prozent.

Zwar liegt der Anstieg der durchschnitttlichen Wohnimmobilienpreise um 4,6 Prozent nach Aussage von Knight Frank unter dem von 2016 (5,3 Prozent), er reflektiere aber dennoch ein stetiges Wachstum, das vorrangig an das weltweite Wirtschaftswachstum in Höhe von 3,7 Prozent gekoppelt sei.

Zinsanstiege dämpfen Immobilienpreise

Steigende Zinsen in den USA, Großbritannien, und Kanada sowie ein Nachlassen der Konjunkturanreize hätten die Laune der Investoren beeinflusst und mit 13 Ländern, die fest an den US-Dollar gebunden sind, werde der weitere Zinsanstieg durch die US-Notenbank Auswirkungen jenseits der Grenzen der USA haben.

Die moderate Wachstumsrate des Index zeige sich im gesamten Ranking. „Der Abstand zwischen den stärksten und schwächsten Performern der Wohnimmobilienmärkte hat sich von 27 Prozentpunkte auf 20 im letzten Quartal verkürzt“, sagt Kate Everett-Allen, International Residential Research Knight Frank.

Stärkstes Preiswachstum in Island und Hongkong

Island und Hongkong liegen demnach an erster und zweiter Stelle, aber ihre jährliche Wachstumsrate sei von 20 auf 15 Prozent und von 18 auf 14 Prozent seit dem letzten Quartal zurückgegangen.

Europäische Märkte steigen laut Knight Frank im Ranking auf, was einen Trend widerspiegele, der auch in den Indices der Spitzenwohnimmobilien zu beobachten sei. Sieben der Top Ten im Ranking stammen demnach in diesem Quartal aus Europa.

Neben Island zählten dazu die Tschechische Republik, Ungarn, Irland, Serbien, Bulgarien und Lettland, die alle 2017 einen jährlichen Anstieg von mehr als neun Prozent verzeichnet hätten. In Deutschland legten die Immobilienpreise um durchschnittlich 3,6 Prozent zu.

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USA überholen China

Betrachte man die weltweit größten Volkswirtschaften, so hat laut Knight Frank das Wachstum der Immobilienpreise in den USA (plus 6,3 Prozent) jenes in China (5,8 Prozent) überholt.

Mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von 7,5 Prozent liege Nordamerika für 2017 vor allen anderen Regionen auf der Welt. In Kanada legten die Preise um 8,9 Prozent zu.

Russland und die GUS-Staaten bilden laut Knight Frank weiterhin die am schwächsten performende Region der Welt; dort seien die Preise 2017 durchschnittlich um vier Prozent gefallen.

Weiterhin moderate Entwicklung

Während sich die Märkte von Australien und Neuseeland über Jahre im Gleichschritt bewegten hätten, sei nun eine unterschiedliche Entwicklung zu verzeichnen.

Australien liege mit einem Preisanstieg von 8,3 Prozent im Jahresvergleich auf dem zwölften Platz, während Neuseeland mit 3,2 Prozent auf den 42. Platz gefallen sei, zweifellos beeinflusst von Plänen, den Kauf von Bestandsimmobilien durch ausländische Investoren einzudämmen.

Da sich in 2018 die Geldpolitik weiter – wenn auch langsam – normalisiere, ist laut Knight Frank zu erwarten, dass die Performance des Index in den kommenden Monaten weiterhin moderat ausfällt. (bk)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Teilmärkte sind spezieller zu betrachten. Als globale Übersicht : Sehr gut.

    Kommentar von Christian Grünke — 22. März 2018 @ 10:44

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