22. Februar 2018, 11:16
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Reform der Altersvorsorge für die Rentenphase

Die betriebliche Altersvorsorge gilt als eine zusätzliche Säule der Altersvorsorge. Sie beruht jedoch auch nur entweder auf einem Umlageverfahren, einer Kapitaldeckung oder auf einer Mischung aus beidem. Somit stellt sich die Frage, worin die Vor- und Nachteile einer zusätzlichen oder alternativen Absicherung über den Betrieb bestehen. Hierzu zählt nicht die scheinbare Aufteilung der Sozialversicherungsbeiträge in Arbeitgeber und Arbeitnehmer Anteile, welche auch hinsichtlich  Transparenz zu hinterfragen ist.

Umlagefinanzierung der bAV

Beruht eine betriebliche Altersvorsorge beispielsweise (in Teilen) auf einem Umlagesystem (oder Investitionen in das Produktivkapital welche über Unternehmensgewinne die Betriebsrentenauszahlungen finanzieren), so kann sich dies zu einem Problem für das Unternehmen entwickeln, sobald es nicht mehr wächst oder profitabler wird. Somit wäre es sinnvoll, auf eine Umlagefinanzierung dieser Art betrieblicher Altersvorsorge ganz zu verzichten.

Bei der kapitalgedeckten betrieblichen Altersvorsorge ist ein erster Ansatzpunkt die Risikoaufteilung. Da Betriebe nur in Ausnahmefällen finanzielle und biometrische Risiken absichern zu können, ist es wichtig diese Risiken von den einzelnen Mitarbeitern (im Fall von finanziellen Risiken) oder einem externen Anbieter (zum Beispiel Versicherungsunternehmen)  tragen zu lassen.

Kollektive Altersvorsorge sorgt für mehr Engagement des Einzelnen

Der Weg über eine betriebliche Altersvorsorge hat jedoch auch besondere Vorteile. Es hat sich beispielsweise gezeigt, dass die kollektive Altersversorge, beispielsweise über den Arbeitgeber, Angestellte stärker zur Altersvorsorge bewegen können (insbesondere opt-out Mechanismen à la Richard Thaler). Zudem hat die betriebliche Altersvorsorge den Vorteil, dass die Mitglieder gemeinsam (als Pool) gegenüber dem Versicherer auftreten können. Dadurch entsteht zum einen die Möglichkeit, Kosten einzusparen.

Seite sechs: Flexibilisierung des Renteneintrittsalters und Erhöhung der Erwerbsquote

Weiter lesen: 1 2 3 4 5 6

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Coronakrise: Welche Versicherungsverträge besonders gefährdet sind

Fast jeder vierte Bundesbürger hat derzeit weniger Geld zur Verfügung als vor der Corona-Pandemie. Zugleich zeigen sich viele Verbraucher sparaktiver als vor der Krise – allen voran jüngere Menschen. Das hat Folgen, auch für Versicherungsverträge. Welche Policen besonders gefährdet sind.

mehr ...

Immobilien

Wird der Immobilienkauf durch Corona schwieriger?

Höhere Preise, knappes Angebot – und jetzt auch noch Corona: Gut jeder zweite Bundesbürger (52 Prozent) vertritt die Meinung, dass der Erwerb von Wohneigentum in den vergangenen zehn Jahren schwieriger geworden ist. Drei Viertel glauben, dass es durch die Corona-Krise sogar noch schwerer werden wird, den Traum vom eigenen Zuhause zu verwirklichen. Insgesamt machen sich zwei Drittel der Deutschen (66 Prozent) aktuell Sorgen über die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Interhyp mit Statista unter 1.000 Bundesbürgern.

mehr ...

Investmentfonds

Klage gegen EY auf 195 Millionen Euro Schadensersatz

Der Insolvenzverwalter der Maple Bank hat die Wirtschaftsprüfer von EY wegen angeblich falscher Beratung bei den umstrittenen “Cum-Ex”-Geschäften zu Lasten der Staatskasse auf 195 Millionen Euro Schadensersatz verklagt.

mehr ...

Berater

Trägt ein Erbe alle finanziellen Risiken?

Kann der Erbe einen Pflichtteilsanspruch wegen einer strittigen Forderung noch nicht abschließend beziffern, muss er den Pflichtteilsanspruch trotzdem ausgleichen. Das Risiko, einen überzahlten Betrag nicht mehr zurückfordern zu können, trägt der Erbe, entschied das OLG Koblenz in seinem Beschluss vom 14.8.2020.

mehr ...

Sachwertanlagen

US Treuhand bringt neuen US-Publikumsfonds

Die US Treuhand legt mit dem „UST XXV“ einen neuen Fonds für private Investoren auf. Über den Alternativen Investmentfonds (AIF) können sich deutsche Anleger ab einer Anlagesumme von 20.000 US-Dollar an Immobilien in Metropolregionen überwiegend im Südosten der USA beteiligen.

mehr ...

Recht

Weiterbildungspflicht – ohne Ausreden!

Das Verwaltungsgericht Ansbach hatte sich mit der Frage zu beschäftigen, ob der Gesellschafter-Geschäftsführer einer Maklerin in Franken absolvierte Weiterbildungszeiten nachweisen muss. Dieser hatte versucht, sich u.a. wegen eines abgeschlossenen zweiten juristischen Staatsexamens dagegen zu wehren. Das Verwaltungsgericht hat die Klage abgewiesen. Ein Beitrag von Rechtsanwalt Jürgen Evers

mehr ...