21. März 2018, 14:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Warum sich Bausparen wieder lohnt

In Zeiten der Niedrigzinsen wurde das Bausparen vielfach für nicht mehr attraktiv erklärt. Doch mit den allmählich ansteigenden Finanzierungszinsen könnte seine Bedeutung wieder deutlich wachsen. Dr. Klein erklärt, wie sich Bausparer Zinsvorteile sichern können und für wen sich dieses Produkt schon jetzt lohnt.

Paar-vorsorge-750-shutt 1030551801 in Warum sich Bausparen wieder lohnt

Für junge Menschen ist ein Bausparvertrag eine gute Möglichkeit, Eigenkapital anzusparen.

Historische Tiefstände der Zinsen wie im September 2016 sind in Zukunft nicht mehr zu erwarten, so der Finanzdienstleister Dr. Klein. Im Gegenteil: Ein langsamer Anstieg sei bereits seit Anfang dieses Jahres zu erkennen. Das Bausparen könnte damit ein Comeback feiern – als Versicherung gegen steigende Zinsen.

So funktioniert Bausparen

Ein Bausparvertrag ist eine Kombination aus Sparplan und Baukredit. Er dient klassischerweise dazu, Eigenkapital für einen späteren Immobilienerwerb anzusparen und zusätzlich ein günstiges Bauspardarlehen zu erhalten.

Das Bausparen hat also zwei Phasen: die Ansparphase und die Darlehensphase. Zu Beginn legt der Sparer einen Betrag fest, den er insgesamt erreichen will, die sogenannte Bausparsumme. In der Ansparphase spart er je nach Bausparkasse zwischen 25 und 50 Prozent der Bausparsumme an.

Der tatsächliche Bau oder Kauf der Immobilie erfolgt in der Darlehensphase. Die Bausparkasse zahlt dem Kunden dann ein zinsgünstiges Darlehen in Höhe der restlichen 50 bis 75 Prozent der Bausparsumme aus. Dieses darf ausschließlich für sogenannte wohnwirtschaftliche Zwecke – also für den Immobilienbau oder -kauf und für mit der Immobilie verbundene Kosten – ausgegeben werden.

„Für junge Sparer gibt es Ausnahmen von dieser Regel. Wer den Bausparvertrag noch vor dem 25. Geburtstag abschließt, kann das Geld inklusive etwaiger Förderbeträge auch für andere Anschaffungen verwenden und sich beispielsweise das Auto, den Führerschein oder eine Weltreise finanzieren“, erklärt Bernd Schatz, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Überlingen.

Zinsen sichern und Zuschüsse nutzen: Für wen sich Bausparen jetzt lohnt

„Ohne den Wunsch nach einem Eigenheim lohnt sich Bausparen aufgrund der niedrigen Guthabenzinsen und der gleichzeitig hohen Abschlussgebühr des Bausparvertrages derzeit nicht“, sagt Schatz. Tatsächlich erhielten Bauspar-Kunden derzeit gerade einmal 0,1 bis ein Prozent Zinsen für ihr Erspartes. Die Abschlussgebühr betrage zwischen einem und 1,6 Prozent der Bausparsumme.

Zum Vergrößern bitte auf die Tabelle klicken

News-dr-klein-21032018 in Warum sich Bausparen wieder lohnt

Schatz schränkt allerdings ein: „Vor allem für junge Menschen, aber auch für Arbeitnehmer und Familien, die innerhalb bestimmter Einkommensgrenzen liegen, kann sich ein Bausparvertrag trotz der niedrigen Guthabenzinsen lohnen. Sie erhalten oft eine hohe staatliche Förderung und jugendlichen Kunden bieten einige Anbieter zusätzliche Prämien.“

Versicherung gegen steigende Zinsen

Interessant werde das Bausparen derzeit allerdings aufgrund eines ganz anderen Vorteils: „Ein Bausparvertrag ist im Grunde genommen eine Versicherung gegen steigende Zinsen: Der zu Beginn vereinbarte Zinssatz wird über die gesamte Vertragslaufzeit festgeschrieben“, so Schatz.

Seite 2: Lohnt sich ein Sofortdarlehen?

Weiter lesen: 1 2

1 Kommentar

  1. Die Zukunft wird zeigen ob sich Bausparen noch oder wieder lohnt. Denkbar das die Zinsen lange so bleiben und dann ist ein BSV unnötig

    Kommentar von Jan Lanc, Neu-Isenburg — 22. März 2018 @ 09:11

Ihre Meinung



 

Versicherungen

bAV-Reform: Garantieverzicht – die einzige Möglichkeit auf realen Zugewinn

Das Niedrigzinsniveau dürfte durch die Coronakrise und die Geldpolitik der EZB für das gesamte Jahrzehnt zementiert sein. Vor dem Hintergrund wird auch für die betriebliche Altersvorsorgung die Möglichkeit eines vollständigen Garantieverzichts diskutiert. Wie eine bAV-Reform aussehen müsste. Von Dr. Friedemann Lucius, Vorstandsvorsitzender des Instituts der Versicherungsmathematischen Sachverständigen für Altersversorgung (IVS).

mehr ...

Immobilien

Marc Drießen startet mit Bloxxter erste Token-Emission

Das Hamburger Start-Up Bloxxter kündigt den Start seines ersten Projekts „Städtisches Kaufhaus und Reclam-Carrée Leipzig“ an. Die Emission hat ein beachtliches Volumen und erfolgt rein digital, soll aber auch freie Finanzvermittler einbinden. Dahinter steht ein bekanntes Gesicht in der Sachwertbranche.

mehr ...

Investmentfonds

Wie Privatanleger vom Boom bei Homeoffice profitieren können

Die globale Multi-Asset-Investitionsplattform eToro startet ein neues Portfolio, das Privatanlegern ermöglichen soll, in eine Reihe von Unternehmen zu investieren, die wesentlich vom Boom “Remote Work”, also dem Arbeiten von zu Hause, profitieren.

mehr ...

Berater

Rekrutierung: “Am unternehmerischen Erfolg partizipieren”

Cash.-Interview mit Alexander Lehmann, Vorstand für Marketing und Vertrieb beim Maklerpool Fondskonzept, über erfolgreiche Methoden und Strategien bei der Rekrutierung von Nachwuchskräften.

mehr ...

Sachwertanlagen

LHI Gruppe erwirbt ersten Solarpark in Dänemark

Für einen seiner Investmentfonds für Institutionelle Investoren, hat der Asset Manager LHI aus Pullach i. Isartal im Norden Jütlands, etwa drei Kilometer vor der Küste, einen Solarpark vom Entwickler European Energy A/S erworben.

mehr ...

Recht

Weiterbildungspflicht – ohne Ausreden!

Das Verwaltungsgericht Ansbach hatte sich mit der Frage zu beschäftigen, ob der Gesellschafter-Geschäftsführer einer Maklerin in Franken absolvierte Weiterbildungszeiten nachweisen muss. Dieser hatte versucht, sich u.a. wegen eines abgeschlossenen zweiten juristischen Staatsexamens dagegen zu wehren. Das Verwaltungsgericht hat die Klage abgewiesen. Ein Beitrag von Rechtsanwalt Jürgen Evers

mehr ...