20. Juli 2018, 12:06
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohneigentum: Preise im Norden und Osten steigen weiter

Im zweiten Quartal 2018 haben die Immobilienpreise in Hamburg, Hannover, Berlin und Dresden angezogen – wenn auch mit unterschiedlicher Dynamik. Welche Besonderheiten sich daraus für die Finanzierung ergeben, erklärt Frank Lösche, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Hamburg.

Wohneigentum: Preise im Norden und Osten steigen weiter

Hannover: Auch in der niedersächsischen Landeshauptstadt übersteigt die Nachfrage nach Wohneigentum aktuell das Angebot.

Wer aktuell ein Interesse an Wohneigentum habe, der betrachte die weiterhin steigenden Preise für alle Immobilienarten in den nördlichen und östlichen Metropolregionen mit gemischten Gefühlen. Ein Ende der Steigerung sei derweil nicht in Sicht.

Hamburg: Angespannter Markt mit Besonderheiten

Steigende Preise bleiben für Hamburger Immobilien normal: Verglichen mit den ersten Monaten des Jahres kosten Wohnungen 2,43 Prozent mehr, Häuser 1,27 Prozent. Das ungebremste Interesse an Wohneigentum habe auch Auswirkungen auf die Finanzierung.

“Bei fast jeder Anfrage gibt es mittlerweile Besonderheiten”, so Frank Lösche. “Entweder findet ein Bieterverfahren statt, bei dem das Budget schon vorher genau ermittelt werden muss, oder die Interessenten brauchen die Darlehenszusage innerhalb von ein paar Tagen.”

Aktuell seien auch lange Zinsbindungen von bis zu 20 Jahren gefragt, ebenso wie die Erhöhung des Eigenkapitals durch Ausgliederung von KfW-Mitteln über eine Förderbank. Ob sich das Baukindergeld auf die Immobilienpreise in der Hansestadt auswirkt, lässt sich laut Lösche noch nicht absehen.

Es gebe Familien, die dieses Jahr eine Immobilie kaufen oder bauen wollen – oder das bereits getan haben. Für diese habe er jedoch schon jetzt einen Tipp: “Das Baukindergeld lässt sich hervorragend in einen Bausparvertrag anlegen, der nach Ablauf der Förderzeit das Zinsänderungsrisiko abfängt.”

Hannover: Preisdynamik schwächt sich ab

Die Nachfrage nach Wohneigentum übersteigt laut Dr. Klein auch in Hannover nach wie vor das Angebot, weshalb auch die Preise weiter steigen – wenn auch etwas langsamer.

Wohnungen legen im Vergleich zum Vorquartal 1,12 Prozent zu, im Vorjahresvergleich 9,34 Prozent. Damit liege die jährliche Teuerung seit Ende 2016 erstmals wieder unter der Zehn-Prozent-Marke.

Für Ein- und Zweifamilienhäuser in der Landeshauptstadt weise der Index, der die Preisentwicklung beziffert, ebenfalls höhere Werte auf: plus ein Prozent in Bezug auf die ersten Monate 2018 und plus 4,63 Prozent im Jahresvergleich.

Die Bereitschaft noch mehr zu zahlen sinke in diesem Quartal allerdings. Dr. Klein zufolge wählen Hannoveraner Hauskäufer oder Bauherren im Durchschnitt etwas günstigere Angebote: Der Medianwert sinkt um fast 40 Euro auf 2.018 Euro pro Quadratmeter.

Seite zwei: Berlin und Dresden

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Versicherer europaweit unter Druck

Der Stoxx Europe 600 Insurance mit den Versicherungswerten ist am Freitag mit einem Abschlag von drei Prozent mit weitem Abstand schwächster Sektor in Europa gewesen. Auch im Dax lagen Allianz und Munich Re mit minus 1,5 Prozent am Ende.

mehr ...

Immobilien

Wohnungspolitik in Zeiten der Corona-Krise weltweit: Herausforderungen und Lösungen

Die Corona-Pandemie, die im Dezember 2019 ihren Anfang nahm und sich derzeit weltweit rasch ausbreitet, wirkt sich auf die Wirtschaft und damit auch auf den Immobilienmarkt spürbar aus. Private MieterInnen sind betroffen, wenn sie wegen der Eindämmungsbestimmungen kein oder deutlich weniger Einkommen beziehen. Erste Vorschläge und staatliche Maßnahmen zielen darauf ab, den gewerblichen und privaten MieterInnen und WohnimmobilienbesitzerInnen in diesen schwierigen Zeiten möglichst unbürokratisch zu helfen. Welche Regierung was beschlossen hat oder plant, stellt das DIW Berlin vor.

mehr ...

Investmentfonds

Coronakrise: “Gesundheit und stabile Wirtschaft schließen sich nicht aus”

Die geltenden Beschränkungen in Gesellschaft und Wirtschaft allmählich zu lockern und dabei die medizinische Versorgung der gesamten Bevölkerung zu sichern – dafür plädiert jetzt eine interdisziplinäre Gruppe renommierter Wissenschaftler. In ihrem Positionspapier zeigen die Forscher um ifo-Präsident Clemens Fuest und Martin Lohse, Präsident der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte, Wege zu diesem Ziel auf.

mehr ...

Berater

DIN-Norm 77230: Prüfungen jetzt online möglich

Wegen der Coronakrise bietet das Defino Institut für Finanznorm Prüfungen für die Zertifizierung zum “Spezialisten für die private Finanzanalyse – DIN 77230” ab sofort auch im Online-Verfahren an.

mehr ...

Sachwertanlagen

BVT schließt institutionellen US-Fonds und investiert erneut in Boston

Die BVT Unternehmensgruppe, München, hat über ihre Kapitalverwaltungsgesellschaft Derigo für den von ihr verwalteten geschlossenen Spezialfonds BVT Residential USA 12 die dritte Investition vorgenommen. Ein Nachfolge-Spezialfonds ist geplant.

mehr ...

Recht

Neuer Mieterschutz in Kraft: Wie Sie durch die Krise kommen

Ab heute gilt für Mieterinnen und Mieter, die durch finanzielle Einschnitte in besonderem Maße von der Corona-Krise betroffen sind, ein erweiterter Kündigungsschutz. Es ist aber für Betroffene laut GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen weitere Unterstützung nötig.

mehr ...