16. Juli 2018, 13:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Sparmotive: Preisentwicklung ist “Stimmungskiller” für Wohneigentum

Steigende Immobilienpreise drücken weiter auf die Stimmung der Bundesbürger im Bezug auf das Sparmotiv “Wohneigentum”. Das geht aus der aktuellen Sommerumfrage 2018 des Marktforschungsinstituts Kantar TNS zum Sparverhalten der Deutschen hervor.

Sparmotive: Preisentwicklung ist Stimmungskiller für Wohneigentum

Gerade für Haushalte an der Schwelle zum Wohneigentum ist eine ausreichende Eigenkapitalbildung unverzichtbar.

Im Zuge dieser Untersuchung befragte Kantar TNS im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen schon zum 63. Mal über 2.000 Bundesbürger im Alter von über 14 Jahren.

“Die Lust am Wohneigentum ist ungebrochen. Doch die Preise sind längst der Einkommensentwicklung davongelaufen. Eigene vier Wände werden somit für viele unerschwinglich. Das sorgt vor allem bei jungen Menschen für Enttäuschung”, kommentierte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Privaten Bausparkassen, Bernd Hertweck.

Konsum weiter größtes Sparmotiv

Den jüngsten Zahlen zufolge nennen unverändert 37 Prozent der Befragten “Wohneigentum” als Sparmotiv. Der Tiefstand in der über 20-jährigen Umfragereihe sei damit noch nicht überwunden.

Besonders für Haushalte an der Schwelle zum Wohneigentum sei eine ausreichende Eigenkapitalbildung unverzichtbar. Hertweck: “Die von der Politik angekündigte verbesserte Ansparförderung könnte hier – sozial treffsicher – für neue Impulse sorgen. Sie sollte am besten noch 2019 kommen.”

Den ersten Rang unter den Sparmotiven nehme nach wie vor der “Konsum” mit 57 Prozent der Nennungen ein – drei Prozent weniger als noch im Frühjahr.

Keine Veränderungen bei Kapitalanlagen

Durch ein Plus von zwei Prozentpunkten auf 53 Prozent setze sich das Motiv “Altersvorsorge” wieder auf Platz zwei des Rankings. Keine Änderungen habe es auch beim Sparmotiv “Kapitalanlage” gegeben.

Für diesen Zweck, in dem Investmentfonds, Aktien, festverzinsliche Wertpapiere und Kapitallebensversicherungen zusammengefasst seien, sparen nach wie vor 26 Prozent.

Das Sparmotiv “Notgroschen” habe vier Prozent gegenüber fünf Prozent in der Frühjahrsumfrage erreicht, während die “Ausbildung der Kinder” erneut auf zwei Prozent komme. (bm)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Wohnimmobilien:

Versteckte Kosten des Wohnens im Umland

Immobilienpreise: “Keine Anzeichen für Blasenbildung”

Wohnimmobilien: “Berlin will mit Vollgas in die Sackgasse rasen”

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Defekte Produkte häufigster Schaden bei Bauprojekten

Auf großen Baustellen deutscher Unternehmen sind defekte Produkte und schlechte Qualitätskontrollen der häufigste Grund für einen Versicherungsschaden. Das ist das Ergebnis einer Auswertung der Allianz, die die Versicherung am Dienstag in München vorstellt.

mehr ...

Immobilien

DGB fordert unbefristete Mietpreisbremse

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hält die Beschlüsse der Großen Koalition zur Verlängerung der Mietpreisbremse bis 2025 für unzureichend. DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell sagte der “Neuen Osnabrücker Zeitung”: “Zwar ist die Einigung im Koalitionsausschuss ein Schritt in die richtige Richtung. Aber wir brauchen mehr. Die Mietpreisbremse sollte unbefristet und flächendeckend gelten.”

mehr ...

Investmentfonds

„Das Unternehmen ist das entscheidende Investment“

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China scheint beinahe täglich größere Kreise zu ziehen und Anleger immer stärker zu verunsichern. Cash. sprach mit Thomas Lehr, Kapitalmarktstratege beim Vermögensverwalter Flossbach von Storch, wie sich Anleger jetzt verhalten sollen und welcher Ausgang des Konflikts realistisch ist.

mehr ...

Berater

Sachwertanlagen: Was wollen Sie wissen?

Zum 9. Cash.-Branchengipfel Sachwertanlagen trifft sich am 5. September wie immer um diese Jahreszeit eine hochkarätige Expertenrunde, um über die Gegenwart und Zukunft der Sachwertbranche zu diskutieren. Auch Cash.-Leser können sich wieder einmischen. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW erwirbt Wohnportfolio in Helsinki und Espoo für deutsches Individualmandat

Mit dem Erwerb von zwei modernen Apartmenthäusern in der Metropolregion Helsinki erweitert AEW seinen Wohnbestand in Richtung Finnland. Die knapp 90 vollvermieteten Einheiten verteilen sich dabei auf ein Objekt im stark wachsenden Teilmarkt von Jätkäsaari – im westlichen Teil der Innenstadt von Helsinki – sowie eine Liegenschaft im angrenzenden Espoo (Matinkyla).

mehr ...

Recht

Fliegende Dachziegel – Gebäudeeigentümer musste für Sturmschäden haften

Eigentümer einer Immobilie müssen ihr Objekt so absichern, dass es auch erhebliche Sturmstärken aushalten kann, ohne gleich die Allgemeinheit zu gefährden. Wenn sich bei einem Sturm bis zur Stärke 13 Dachziegel lösen und auf die Straße fallen, dann spricht zumindest der Anscheinsbeweis für einen mangelhaften Unterhalt des Gebäudes.

mehr ...