Wohneigentum: Wenn die Existenz auf dem Spiel steht

Laut Klimastudie des Versicherungsverbandes sind die Prognosen für die Zukunft wenig optimistisch. In Zusammenarbeit mit Klimaforschern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, der Freien Universität Berlin und der Universität Köln haben die Versicherer die Unwetterschäden der letzten Jahrzehnte mit unterschiedlichen Klimamodellen verknüpft.

Demnach wird gerade der Westen bis zum Jahr 2100 immer mehr unter Stürmen zu leiden haben. Szenarien gehen davon aus, dass die Schäden in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz in manchen Region um bis zu 100 Prozent steigen werden.

Durch mildere und regenreichere Winter werden Hochwasser und Überschwemmungsschäden immer häufiger auftreten. Bis Ende dieses Jahrhunderts wird mit einer Verdopplung bis Verdreifachung gerechnet.

Länder kappen Unterstützung

Fazit: Die Unwetter werden nicht nur extremer, sie werden auch teurer. Bislang konnten private Hausbesitzer auf finanzielle Hilfen durch Bund und Länder hoffen. Diese Leistungen wollen die Länder allerdings nicht länger zahlen und haben die Unterstützung gekappt.

Die Ministerpräsidentenkonferenz hatte im Juni 2017 beschlossen, dass künftig staatliche Hilfszahlungen nur noch diejenigen erhalten, die sich erfolglos um eine Versicherung bemüht haben oder denen diese nur zu wirtschaftlich unzumutbaren Bedingungen angeboten worden ist.

Laut einer Studie der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (VZ RLP) sind in dem Bundesland, durch das Flüsse wie Rhein, Mosel, Saar, Sieg, Lahn, Nahe oder Ahr fließen, nur 29 Prozent der Wohngebäude gegen Elementarschäden versichert.

Seite vier: Viele Gebäude unversicherbar

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