14. Mai 2018, 15:44
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Wohnimmobilien: Kaufen vielerorts günstiger als mieten

Die Entscheidung zwischen Immobilienkauf und -miete fällt je nach Finanzkraft sehr unterschiedlich aus. Der Postbank Wohnatlas 2018 zeigt, wie viel Einkommen im Schnitt für das Wohnen aufgewendet wird und wo Käufer günstiger wegkommen als Mieter.

Wohnimmobilien: Kaufen vielerorts günstiger als mieten

In fast 40 Prozent der deutschen Kreise und Städte ist Mieten teurer als eine Immobilienfinanzierung – auch in einigen Großstädten.

Für den Wohnatlas hat das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) die insgesamt 401 deutschen Kreise und kreisfreien Städte unter die Lupe genommen.

So konnte in einer Modellrechnung gezeigt werden, welcher Anteil des durchschnittlichen Haushaltseinkommens im Schnitt für die Nettokaltmiete oder Finanzierung einer 70-Quadratmeter-Wohnung aufgebracht werden muss.

Für die Finanzierung wurde mit einem Zinssatz von 2,45 Prozent, einer Anfangstilgung von vier Prozent und 20 Prozent Eigenkapital kalkuliert, Nebenkosten für Grunderwerbsteuer, Notar oder Umbauten jedoch nicht einbezogen.

Kauf fast überall finanzierbar

Setze man gemäß der gängigen Faustregel eine Grenze von maximal 30 Prozent des Nettoeinkommens für die Wohnkosten an, so sei Wohneigentum in 391 von 401 Kreisen finanzierbar.

In 341 Kreisen (85 Prozent) müssen Käufer höchstens fünf Prozentpunkte mehr vom Haushaltseinkommen veranschlagen als Mieter. Bei den Mieten liege die Einkommensbelastung noch in ganz Deutschland durchschnittlich unter der 30-Prozent-Schwelle.

Es gebe jedoch auch Regionen, in denen Mieten teurer sei als eine Immobilienfinanzierung. Dies ist laut Postbank in 145 Kreisen und kreisfreien Städten der Fall, wenn die prozentuale Differenz auf eine Nachkommastelle gerundet wird.

Objekte sorgfältig überprüfen

Besonders in ostdeutschen Regionen gebe es beim Kauf finanzielle Vorteile. In fünf weiteren Kreisen seien die Wohnkosten für Eigentümer und Mieter gleich hoch. Da bei der Miete kein Vermögen aufgebaut werde, kommen Käufer rechnerisch in über 37 Prozent der Kreise besser weg.

“Wer allerdings in strukturschwachen Regionen kaufen will, sollte das Objekt besonders sorgfältig prüfen und im Hinterkopf behalten, dass Wertverluste eintreten können“, sagt Jörg Koschate, Vorstand Produkte der BHW Bausparkasse.

Auch sei es für Käufer wichtig, sich vom Sanierungs- und Renovierungsstand im Haus zu überzeugen. “Wer aber seinen Lebensmittelpunkt gefunden hat, der darf seine Traumimmobilie ruhig kaufen”, so Koschate.

Seite zwei: Immobilienkauf in Großstädten

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