Wohnimmobilienmarkt Rhein-Main: Preisanstieg um fast zehn Prozent

Ein zu geringes Angebot bei hoher Nachfrage hat die Verkaufszahlen im Rhein-Main-Gebiet nach den Ergebnissen des Accentro Wohneigentumsreports sinken lassen. Gleichzeitig sei ein Preisanstieg von fast zehn Prozent zu beobachten.

In Frankfurt reicht das Wohnungsangebot nicht aus, um den Bedarf zu decken.

In 2017 wurden demnach im Rhein-Main-Gebiet in den Städten Frankfurt, Wiesbaden, Mainz, Darmstadt und Offenbach, insgesamt 7.316 Eigentumswohnungen verkauft. Das entspricht einem Rückgang von 7,65 Prozent gegenüber dem Vorjahr (7.922 Einheiten).

Das Umsatzvolumen blieb jedoch weitgehend stabil und sank lediglich leicht um 0,2 Prozent auf 2,46 Milliarden. „Der weitgehend stabile Umsatz an den Wohneigentumsmärkten im Rhein-Main-Gebiet zeigt, dass es einen Nachfrageüberhang gibt, der zu weiter steigenden Preisen führt“, erklärt Jacopo Mingazzini, Vorstand der Accentro Real Estate AG. Die Ergebnisse gehen aus dem aktuellen Accentro Wohneigentumsreport 2018 hervor, für den die Daten der Gutachterausschüsse für die 82 größten deutschen Wohnungsmärkte ausgewertet wurden.

Deutlicher Rückgang bei der Anzahl verkaufter Wohnungen in Frankfurt

Die Anzahl der verkauften Eigentumswohnungen in Frankfurt am Main nahm um 12,54 Prozent auf 3.556 Einheiten deutlich ab (2016: 4.066). Das Umsatzvolumen ging auf 1,452,2 Milliarden Euro (2016: 1,523.2 Mrd. Euro) und damit um 4,66 Prozent zurück. In Offenbach sanken die Verkäufe um 9,65 Prozent auf 627 Einheiten, in Wiesbaden sogar um 11,19 Prozent auf 1.230 Einheiten.

Mainz und Darmstadt gehören dagegen zu den Standorten mit den vergleichsweise höchsten Zuwächsen im näheren Umkreis der deutschen Metropolen. Beide Städte konnten ihre Verkaufszahlen um 6,64 Prozent auf 1.317 Einheiten beziehungsweise um 8,12 Prozent auf 586 Einheiten steigern. „Die Städte im Umland wie Wiesbaden, Mainz, Darmstadt oder Offenbach profitieren von der Preisentwicklung in Frankfurt“, erklärt Mingazzini.

Knappes Angebot führt zu Preisanstieg um knapp zehn Prozent

Der ohnehin starke Nachfrageüberhang wird durch den Rückgang an Verkäufen weiter befeuert und treibt die Wohnungspreise weiter in die Höhe. Zwischen 2016 und 2017 ist der durchschnittliche Wohnungspreis im Rhein-Main-Gebiet von 268.000 Euro auf rund 295.000 gestiegen. Das entspricht einem Preisanstieg von beinahe zehn Prozent.

Seite 2: Neubau ist zu gering

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