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5. Juni 2018, 13:16
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Wohnimmobilienmarkt Spanien: Preise steigen viertes Jahr in Folge

Der spanische Immobilienmarkt befindet sich weiterhin im Aufschwung. Die Kaufpreise für Wohnimmobilien auf dem spanischen Festland sind nach Angaben von Engel & Völkers in 2017 um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Für das laufende Jahr wird in den Toplagen ein weiterer Anstieg um zehn Prozent erwartet.

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Madrid: Für exklusive Objekte werden bis zu 13.700 Euro pro Quadratmeter gezahlt.

„Die höchsten Steigerungen verzeichneten Barcelona und Madrid. Zudem erhöhte sich die Zahl der Immobilienverkäufe sowie die Anzahl an Neubauprojekten“, sagt Juan-Galo Macià, CEO von Engel & Völkers in Spanien, Portugal und Andorra. Die aktuellen Entwicklungen der einzelnen Immobilienmärkte hat Engel & Völkers in seinem „Marktbericht Spanien und Andorra 2017/2018“ zusammengefasst.

Ferienstandorte an Costa del Sol und Costa Brava sind gefragt

Zu den teuersten Destinationen auf dem spanischen Festland zählen demnach nach wie vor die Ferienstandorte an der Costa del Sol und an der Costa Brava. In Marbella reichten 2017 die Angebotspreise für exklusive Immobilien bis zu 20.000 Euro pro Quadratmeter in Los Monteros. Diese Wohngegend liege in Ost Marbella, das einen Anteil von 95 Prozent an internationalen Käufern aufweise. Eine weitere Premium-Lage markiere die sogenannte „Golden Mile“. Hier suchten bevorzugt Belgier, Schweizer und Norweger nach einem Zweitwohnsitz. Begehrt seien Neubauobjekte und moderne Villen in erster Meereslinie oder mit Meerblick.

Das ehemalige Fischerdorf Cadaqués an der Costa Brava hat sich laut Engel & Völkers zu einer der beliebtesten Feriendestinationen Spaniens entwickelt. Durch die Nähe zu Barcelona und zu Frankreich sei die Stadt auf der Halbinsel Cap de Creus auch bei internationalen Käufern gefragt. Spanische und internationale Käufer seien dort gleichermaßen vertreten. Für Immobilien in erster Meereslinie seien im vergangenen Jahr bis zu 17.000 Euro pro Quadratmeter aufgerufen worden.

Hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien in Barcelona, Madrid und San Sebastián

Zu den teuersten Erstwohnsitzstandorten auf dem spanischen Festland zählen laut Engel & Völkers Barcelona, Madrid und San Sebastián. Barcelona erreichte 2017 die höchsten Angebotspreise für Wohnimmobilien in Top-Lagen. Mit 17.000 Euro pro Quadratmeter war Diagonal Mar die exklusivste Lage der Stadt. Der Bezirk zeichne sich durch High-End-Wohnkomplexe, Luxushotels, Kongress- und Einkaufzentren, Museen sowie die Nähe zum Strand aus. Dort stehen großzügige und moderne Eigentumswohnungen mit Meerblick und Garage im Fokus der Suchkunden. Circa 38 Prozent der Käufer in der katalonischen Hauptstadt stammen laut Engel & Völkers  aus dem Ausland, die Mehrheit davon aus Europa.

Madrid gehört ebenfalls zu den beliebtesten Wohnstandorten auf Spaniens Festland. Die exklusivsten Lagen der spanischen Hauptstadt finden sich im Bezirk Salamanca, der besonders bei der politischen und wirtschaftlichen Elite beliebt ist. Premiumimmobilien werden dort laut Engel & Völkers von lateinamerikanischen Käufern aus Venezuela, Kolumbien und Mexiko bevorzugt. In 2017 sei zudem die Zahl von Käufern aus Großbritannien und den USA gestiegen. Sie suchten insbesondere nach großen Villen in Salamancas Stadtviertel Castellana. Für exklusive Objekte seien dort 2017 bis zu 13.700 Euro pro Quadratmeter aufgerufen worden.

Gebäude aus dem 19. Jahrhundert kennzeichnen das Stadtbild von San Sebastián. Die teuerste Gegend der Stadt ist Área Romántica im Zentrum. Dort reichten die Quadratmeterpreise in 2017 laut Engel & Völkers bis zu 11.900 Euro. In der Hauptstadt der Provinz Gipuzkoa dominierten einheimische Käufer den Markt. Internationale Interessenten, die hauptsächlich aus Großbritannien und den USA kommen, suchten dort große Villen oder moderne Eigentumswohnungen im Zentrum. Circa ein Drittel der Käufer erwerbe eine Immobilie in San Sebastián als Investment.

Ausblick: Preissteigerungen von mehr als zehn Prozent erwartet

Der Wohnimmobilienmarkt in Spanien wird sich nach Einschätzung von Engel & Völkers auch weiterhin positiv entwickeln. Die wachsende Nachfrage internationaler und nationaler Kaufinteressenten sowie die Erstarkung der spanischen Wirtschaft sorge für anhaltend steigende Preise. Aufgrund der verbesserten wirtschaftlichen Lage Spaniens würden sich zunehmend auch Familien und junge Leute dafür entscheiden, eine Immobilie zu kaufen, anstatt zu mieten.

Die Preise für Wohnimmobilien werden laut Engel & Völkers voraussichtlich nicht nur in den großen Städten Spaniens wie Madrid oder Barcelona am stärksten anziehen, sondern auch in mittelgroßen Städten wie Valencia oder Málaga. Die größten Preissteigerungen auf Spaniens Festland seien unter anderem im Zentrum von Valencia zu erwarten. Auch die Neubautätigkeit setze sich weiter fort, hauptsächlich in Madrid oder Barcelona. „Wir gehen davon aus, dass die Kaufpreise für Wohnimmobilien 2018 in den Top-Lagen Spaniens um mehr als zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr ansteigen werden“, so Juan-Galo Macià. (bk)

Foto: Shutterstock

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