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9. April 2018, 14:27
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Wohninvestments erreichen zweithöchsten Wert der vergangenen zehn Jahre

Das Volumen der Investments in Wohnimmobilien ist im ersten Quartal 2018 in die Höhe geschnellt. Die Investoren erwarten eine weiterhin starke Wohnraumnachfrage und setzen zunehmend auf Projektentwicklungen. Jeder vierte Euro wurde in Berlin investiert.

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Institutionelle Investoren haben nach wie vor ein starkes Interesse an Wohnungsbeständen.

Im ersten Quartal 2018 wurden nach Angaben von BNP Paribas Real Estate bundesweit 7,99 Milliarden Euro in größere Wohnungsbestände investiert. Damit wurde das Vorjahresergebnis mehr als verdoppelt.

„Das Investitionsvolumen mit größeren Wohnungsbeständen ab 30 Wohneinheiten belief sich im ersten Quartal auf 7,99 Milliarden Euro. Damit wurde nicht nur das Vorjahresergebnis mehr als verdoppelt, sondern auch das zweitbeste Resultat der letzten zehn Jahre erzielt“, erläutert Udo Cordts-Sanzenbacher, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Co-Head Residential Investment. Wesentlich dazu beigetragen habe die eingerechnete Übernahme der österreichischen Buwog durch Vonovia. Das Volumen der deutschen Bestände liege bei deutlich über 2,7 Milliarden Euro.

Knapp 64.000 Wohneinheiten veräußert

„Aber auch ohne diesen außergewöhnlichen Deal wäre es der zweitbeste Wert gewesen und das Vorjahresergebnis noch um knapp ein Drittel übertroffen worden. Mit ausschlaggebend hierfür ist die deutlich gestiegene Zahl großvolumiger Deals im dreistelligen Millionenbereich, die sich mit 14 mehr als verdoppelt hat“, so Cordts-Sanzenbacher.

Insgesamt wurden über 80 Deals mit zusammen knapp 64.000 Wohneinheiten in der Analyse berücksichtigt. Der durchschnittliche Preis pro Verkaufsfall liegt laut BNP Paribas Real Estate bei gut 96 Millionen Euro, mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum.

Aufgrund der Buwog-Übernahme entfällt der mit Abstand größte Teil des Umsatzes (62 Prozent) auf Bestandsportfolios. Bemerkenswert sei aber vor allem, dass sich der Siegeszug von Projektentwicklungen weiter fortsetze. Mit einem Transaktionsvolumen von gut 1,37 Milliarden Euro sei nicht nur das bereits sehr gute Vorjahresergebnis um 21 Prozent übertroffen, sondern auch ein neuer Rekordwert aufgestellt worden.

Bereiche Mikroapartments und Studentenwohnungen wachsen

Die Investoren setzen laut BNP Paribas Real Estate weiter auf eine steigende Nachfrage und wachsende Bevölkerung in den Ballungsräumen. Unterstrichen werde diese Aussage auch dadurch, dass rund 735 Millionen Euro (neun Prozent) in Mikroapartments investiert wurden und auch das Marktsegment Studentenwohnen einen Beitrag von über fünf Prozent (425 Milliarden Euro) leiste. Die Angebotspalette für Anleger werde demzufolge aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen zunehmend breiter.

Mit knapp 48 Prozent stellen laut BNP Paribas Real Estate erneut Immobilien-AGs und REITs die mit Abstand aktivste Käufergruppe, worin sich aber in starkem Maße auch die Übernahme der Buwog durch Vonovia widerspiegele. Auch Spezialfonds, die zweite sehr wichtige Investorengruppe der vergangenen Jahre, hätten ihre starke Stellung behaupten können und gut 13 Prozent zum Gesamtumsatz beigetragen. Vervollständigt werde das Führungstrio von Pensionskassen, die auf gut elf Prozent kommen.

Nach wie vor gelte, dass vor allem auch institutionelle Core-Investoren stark an Wohninvestments und vor allem an modernen Projektentwicklungen an attraktiven Standorten interessiert seien. Wie in den Vorjahren wird das Marktgeschehen laut BNP Paribas Real Estate überwiegend von deutschen Anlegern bestimmt, die mit 80 Prozent erneut am meisten zum Gesamtergebnis beitgeragen hätten.

Fast gleichauf mit jeweils rund acht Prozent folgten europäische und nordamerikanische Investoren auf Rang zwei. Der bereits seit längerem zu beobachtende Trend, dass auch asiatische Käufer Interesse an größeren Wohnungsbeständen und nicht nur einzelnen oder wenigen Wohnungen haben, setze sich ebenfalls fort. Ihr Anteil betrage im ersten Quartal 2018 gut vier Prozent.

Jeder vierte Euro wurde in Berlin investiert

Die großen deutschen Metropolen waren laut BNP Paribas Real Estate wie auch in den Vorjahren bei Anlegern besonders beliebt. An den Big-Six-Standorten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München) wurden insgesamt gut 3,1 Milliarden Euro investiert, was einem Anteil von knapp 39 Prozent am bundesweiten Transaktionsvolumen entspricht. Unangefochtener Spitzenreiter ist erneut Berlin. Der dort registrierte Umsatz liege bei gut 1,9 Milliarden Euro.

„Auch wenn das Transaktionsvolumen in den kommenden Quartalen geringer ausfallen dürfte als zum Jahresauftakt, spricht alles für eine weiterhin lebhafte Nachfrage. Steigende Bevölkerungszahlen in den meisten größeren Städten sowie das sehr stabile konjunkturelle Umfeld bilden die Grundlage für auch weiterhin nachhaltig sichere Wohninvestments. Hinzu kommt das breitere Angebotsspektrum mit Mikro- und Studentenapartments oder Forward-Deals. Vor diesem Hintergrund spricht vieles dafür, dass im Gesamtjahr ein Investmentvolumen jenseits der 15 Milliarden Euro realisiert werden kann“, prognostiziert Christoph Meszelinsky, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Co-Head Residential Investment. (bk)

Foto: Shutterstock

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