6. März 2018, 09:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohnpolitik: IVD nimmt Stellung zu Koalitionsplänen

Nach dem positiven Ergebnis des SPD-Mitgliederentscheids gilt es für die Koalitionsparteien nun, die im Koalitionsvertrag vereinbarten Pläne in die Tat umzusetzen. Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD, beurteilt diese Vorhaben.

Wohnpolitik: IVD nimmt Stellung zu Koalitionsplänen

Besonders die Pläne für die neue Grundsteuer C treffen auf Kritik vonseiten des Immobilienverbandes IVD.

Der Koalitionsvertrag von Union und SPD umfasst unter anderem auch eine Reihe von wohn- und baupolitischen Vorhaben. Doch wie sinnvoll sind diese, und wie können sie sich auf den angespannten Wohnungsmarkt auswirken?

Grundsteuer C und Sonder-Afa

Die neue Grundsteuer C solle fällig werden, wenn ein Grundstück mit Baurecht längerfristig nicht bebaut werde. “Eine Straf-Grundsteuer, um nichts anderes handelt es sich hier, wurde schon seit einiger Zeit diskutiert. Bauträger und Eigentümer werden in ihrer freien Entscheidung beschränkt”, kritisiert Schick.

Gleichzeitig sei noch nicht geklärt, ob diese Variante der Grundsteuer verfassungsgemäß sei. Daher schlage der IVD vor, stattdessen positive Anreize für eine Bebauung der Grundstücke zu schaffen.

Weiterhin soll der freifinanzierte Mietwohnungsbau laut Koalitionsvertrag mit einer Sonderabschreibung von fünf Prozent über vier Jahre gefördert werden. ” Wir begrüßen diese Maßnahme sehr. Allerdings ist die Befristung bis 2021 zu kurz gedacht“, sagt Schick.

Baukindergeld

Dem IVD zufolge sieht der Koalitionsvertrag einen Zuschuss aus dem Bundeshaushalt in Höhe von 1.200 Euro je Kind und Jahr über einen Zeitraum von zehn Jahren vor. Die Einkommensgrenze betrage 75.000 Euro plus 15.000 je Kind.

“Wir haben uns in den vergangenen Jahren für eine neue Eigentumsförderung stark gemacht. Nach 13 Jahren reiner Mietenpolitik rückt die Förderung von Wohneigentum wieder in den Fokus”, kommentiert Schick.

Dies sei ein Erfolg, jedoch werde im parlamentarischen Verfahren noch über die Modalitäten zu diskutieren sein. Wichtig sei eine Förderung von Familien mit unteren und mittleren Einkommen, damit auch diesen der Kauf eines Eigenheims möglich werde.

KfW-Bürgschaftsprogramm

Zur Absicherung eines Teils des Kaufpreises oder der Baukosten selbstgenutzten Wohneigentums mit einer Laufzeit von 20 Jahren sei die Einführung eines Bürgschaftsprogramms der KfW angedacht.

Schick spricht sich dafür aus: “Die Förderung und Sicherung der Eigentumsbildung gerade für untere und mittlere Einkommen ist grundsätzlich sehr positiv zu bewerten. Auch den Ansatz am Eigenkapital finden wir begrüßenswert.”

Es komme allerdings sehr auf die konkrete Funktionsweise und die Rahmenbedingungen an. So könne beispielsweise über erwerberschützende Maßnahmen, wie eine längere Zinsbindung von 15 Jahren, nachgedacht werden.

Seite zwei: Freibetrag Grunderwerbssteuer

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Universa baut Fondspalette aus und bringt neue Kfz-Versicherung

Die Universa Versicherungen, Nürnberg, stockt die Fondspalette auf und bietet jetzt fünf iShare-ETFs von Blackrock Asset Management an. Neben einem weltweiten und deutschen Aktienindex werden somit nun auch ETFs angeboten, die einen Aktienindex in Europa und in Schwellenländern sowie einen Index aus Unternehmensanleihen in der Eurozone nachbilden.

mehr ...

Immobilien

Deutsche wollen smarter wohnen

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen. Eine Deloitte-Studie zeigt: Das Interesse an diesen Anwendungen ist groß, der Datenschutz bleibt jedoch ein wichtiges Thema. Immerhin 13 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen intelligenten Lautsprecher. Bei der Art der bevorzugten Smart-Home-Lösungen gibt es zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

mehr ...

Investmentfonds

BaFin präzisiert Vorschriften der MiFID II

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Neufassung ihres Rundschreibens “MaComp” veröffentlicht und präzisiert darin unter anderem die Grundsätze zur “Zielmarktbestimmung” und diverse weitere neue Vorschriften. Zwei Punkte allerdings fehlen noch.

mehr ...

Berater

Neue Kooperationspartner der BCA AG

Der Oberurseler Maklerpool BCA präsentiert mit der xbAV Beratungssoftware GmbH sowie Honorar Konzept GmbH zwei Unternehmen, die ihre Services den BCA-Partnern zur Verfügung stellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...