7. Februar 2018, 12:27
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohnungspolitik: IVD Bundesverband begrüßt Koalitionsvertrag

Als erster Verband in der Immobilienbranche forderte der IVD, die Unterstützung zur Bildung von Wohneigentum in den politischen Fokus zu nehmen. Nun kommentiert IVD-Präsident Michael Schick den aktuellen Entwurf des Koalitionsvertrags zwischen Union und SPD.

Wohnungspolitik: IVD Bundesverband begrüßt Koalitionsvertrag

Ein Baukindergeld soll in Zukunft laut Entwurf des Koalitionsvertrages die Eigentumsbildung für Familien unterstützen.

Schick zufolge leitet der Koalitionsvertrag eine Trendwende für mehr Wohneigentum ein. Dies sei möglicherweise das wichtigste Verhandlungsergebnis für junge Familien.

Seit der Abschaffung der Eigenheimzulage vor zwölf Jahren sei die Förderung des Wohneigentums durch die Politik nahezu vollständig vernachlässigt worden.

“Die Eigentumsquote geht seit Jahren in vielen wirtschaftlich starken Regionen zurück, obwohl Deutschland mit einer Quote von derzeit 45 Prozent ohnehin schon am Tabellenende der Europäischen Union liegt. Es wird Zeit, dass sich etwas tut“, so Schick.

Da der IVD sich bereits seit vier Jahren dafür eingesetzt habe die Bildung von Wohneigentum wieder in den politischen Fokus zurückzubringen, sei der neue Koalitionsvertrag als großer Erfolg zu werten.

Baukindergeld unterstützt Familien

Laut Entwurf des Vertrages zwischen Union und SPD soll die Eigentumsbildung für Familien in Zukunft durch ein Baukindergeld unterstützt werden. Dieses werde für den Ersterwerb von Neubau oder Bestand 1.200 Euro pro Kind und Jahr betragen und über zehn Jahre ausgezahlt werden.

Das Baukindergeld solle flächendeckend bis zu einer Einkommensgrenze von 75.000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen pro Jahr und zusätzlich 15.000 Euro pro Kind gewährt werden und so die Steigerung der Eigentumsquote ankurbeln.

“Derzeit bleibt Familien mit kleinem oder mittlerem Einkommen der Erwerb von Wohneigentum nahezu verwehrt. Das könnte sich mit dem Baukindergeld ändern”, kommentiert dies Schick.

Seite zwei: Guter Zeitpunkt für Immobilienerwerb

Weiter lesen: 1 2

1 Kommentar

  1. Die Einführung von Subventionen, nachdem man vorher via Grunderwerbsteuer den Leuten das Geld aus der Tasche gezogen hat, ist m.E. kein guter Weg. Warum verläßt man sich nicht auf den Markt und hört endlich auf, unzählige kostenträchtige Hürden um privates Wohneigentum zu errichten.

    Kommentar von Dr. Ursula Renner — 7. Februar 2018 @ 18:02

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Standard Life: 600.000 Verträge und 26 Milliarden Euro nach Irland übertragen

Während im britischen Parlament wegen des Brexits immer noch die Fetzen fliegen, ist Standard Life deutlich weiter. Das oberste schottische Zivilgericht (Court of Session) hat dem Plan zugestimmt, die Verträge von der schottischen Standard Life Assurance Limited auf die irische Standard Life International DAC zu übertragen.

mehr ...

Immobilien

Crowdinvesting: Stellen Sie sich breit auf!

Immobilien stellen das wachstums- und volumenstärkste Crowdinvest-Segment 
in Deutschland dar. Mit den regulatorischen Vorgaben für Privatanleger haben sich die Anbieter zwar arrangiert, hätten aber auch nichts dagegen, wenn die Bundesregierung sie kippen würde. Teil Eins

mehr ...

Investmentfonds

“Chancen ergeben sich aus der Ineffizienz der Kapitalmärkte”

Lohnt es sich trotz der ernüchternden Ergebnisse in 2018 in Value-Strategien zu investieren? Darüber hat Cash. mit Andreas Wosol gesprochen. Wosol ist Head of Multi Cap Value & Senior Portfolio Manager des Amundi European Equity Value.

mehr ...

Berater

“Deutsche Commerz”: Mitarbeiter kämpfen gegen Fusion

Gewerkschaften machen von Anfang an Front gegen ein Zusammengehen von Deutscher Bank und Commerzbank. Sie fürchten den Verlust Zehntausender Jobs und die Schließung zahlreicher Filialen. Verdi will nun Kräfte bündeln. Auch die EU-Kommission meldet sich zu Wort.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin-Kampfansage an Vermögensanlagen

Die BaFin hat verschiedene Arten von Vermögensanlagen-Emissionen in Bezug auf Bedenken für den Anlegerschutz “verstärkt im Blick”, genauer gesagt: fast alle. Sie droht sogar “Produktinterventionen” an, also Verbote. Ein Hammer. Der Löwer-Kommentar

mehr ...
22.03.2019

RWB Group wird 20

Recht

BFH kippt den Bauherrenerlass

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat eine uralte steuerliche Restriktion für geschlossene Fonds kassiert. Darauf weist die Beratungsgesellschaft Baker Tilly jetzt hin. Es gibt Vorteile für die heutigen Fonds, aber auch eine Fußangel.

mehr ...