7. Juni 2019, 16:00
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Aengevelt sieht deutsche Logistikmärkte von ungebrochener Nachfrage und Wachstum geprägt

Am 07. Juni 2019 endet in München die im Zweijahresturnus stattfindende transport logistic – mit rd. 2.400 Ausstellern, davon weit über 50% aus dem Ausland, und über 60.000 Fachbesuchern weltweite Leitmesse für Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management. Fazit der Aengevelt-Experten: Der Logistikmarkt wächst bundesweit – auf dem Land wie in den Innenstädten – weiter mit ungebrochener Dynamik, getrieben u.a. von globalen Warenströmen, E-Commerce, Lebensmittel- und Frischelogistik und dem Ziel der “same day-/same hour-Zustellung“ als Kunden-USP.

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Dabei zeichnen sich laut Dirk Rieger vom “Aengevelt-Kompetenzzentrum Industrie & Logistik” verschiedene Trends ab:

Die bundesweite Suche und Nachfrage nach großflächigen Logistikarealen verschiebt sich vor dem Hintergrund von Verfügbarkeit und Grundstückskosten zunehmend auf Regionen jenseits der Wachstumszentren.

Leistungsfähige Infrastruktur und adäquates Arbeitskräfteangebot als Neubaukriterien

„Dabei kommt es vermehrt zu einem Landbanking an Standorten mit Perspektive und Entwicklungspotential, verbunden mit Auflagen z.B. bzgl. Bebauungsfristen“, beschreibt Dirk Rieger die Marktentwicklungen: „Auswahlkriterien sind dabei neben einem günstigen Kaufpreisniveau insbesondere eine leistungsfähige Infrastruktur und ein adäquates Arbeitskräfteangebot vor Ort.“

Gleichzeitig beobachtet Dirk Rieger eine steigende Nachfrage nach innerstädtischen Grundstücken für City-Logistik seitens E-Commerce, Lebensmittel-/Getränke-Unternehmen etc. mit ersten erfolgreichen Testbasen. Um die für die Errichtung von City-Logistik-Stützpunkten anfallenden hohen Grundstückspreise zu kompensieren, gibt es dabei verschiedene Konzepte, u.a. in Form von Mehrgeschossbau und teilweiser Mischnutzung.

Spektakuläre Gewerbeneubauten bleiben die Ausnahme

Ungeachtet der hohen bundesweiten Nachfrage nach modernen Logistikflächen aller Größenordnungen bleiben spekulative Projektentwicklungen insbesondere in Nebenregionen aus Sicht von Dirk Rieger die Ausnahme. Grundsätzlich ist die Palette an Entwicklern in Deutschland groß. Dazu zählen neben Unternehmen wie Amazon, die selbst als Projektentwickler tätig werden (Stichwort: Built-to-suit-Lösung), größere Industrie- und Handelsunternehmen sowie regionale Eigennutzer.

Auch Logistiker selbst treten vermehrt als Entwickler von Logistikimmobilien aller Größenklassen auf. Aus Investorensicht ergeben sich hieraus laut Dirk Rieger in Hinblick auf zukünftige “sale-and-lease-back“-Geschäfte attraktive Anlagemöglichkeiten, zumal oftmals mit längerfristigeren Mietverträgen abgesichert als in der Logsitkbranche allgemein üblich.

Weitere viel diskutierte Themen der transport logistic waren u.a. “Digitalisierung“ und „Automatisierte Warentransporte zu Wasser, in der Luft und auf der Straße“.

 

Foto: Shutterstock

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