28. August 2019, 13:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Auslaufende Energieverträge bieten großes Potenzial für Gewerbe und Industrie

Zahlreiche Verträge mit Strom- und Gasanbietern laufen zum Jahresende aus. Wer für 2020 noch nichts abgeschlossen hat, sollte keine weitere Zeit verlieren, sich jetzt umschauen und Preise vergleichen, um den optimalen Tarif zu finden und den Versorger gegebenenfalls zu wechseln. In der Realität zeigt sich jedoch: Viele Betriebe verlassen sich auf Altbewährtes.

Shutterstock 87283810 in Auslaufende Energieverträge bieten großes Potenzial für Gewerbe und Industrie

„Oftmals schieben Unternehmer den Wechsel auf, denn er scheint auf den ersten Blick zeitaufwendig und kompliziert“, so Tobias Thiel, Geschäftsführer der enermarket GmbH und Betreiber des gleichnamigen Online-Vergleichsportals.

SLP oder RLM?

„Indem sie ihren bestehenden Vertrag einfach verlängern, bequem beim etablierten Anbieter bleiben oder keinen umfangreichen Marktüberblick einholen, verpassen Geschäftskunden jedoch die Chance, bares Geld zu sparen und den eigenen Verbrauch zu optimieren.“

Viele Gewerbe- und Industriekunden nutzen Sonderverträge mit festen Laufzeiten. Hierbei gilt es zu unterscheiden, ob das Unternehmen seine Energie über einen SLP- oder RLM-Zähler bezieht: Bei einem Stromverbrauch bis circa 100.000 Kilowattstunden und einem Gasverbrauch bis etwa 1,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr läuft der Verbrauch über einen SLP-Zähler.

“Tarif wählen, der Transparenz ermöglicht”

Bei dem Standard-Last-Profil (SLP) zahlen Gewerbekunden einen monatlichen Abschlag und erhalten einmal jährlich eine Rechnung nach der Zählerablesung. Anders verhält es sich bei Industriekunden mit einem höheren Verbrauch.

Hier kommt ein RLM-Zähler zum Einsatz, der alle 15 Minuten die aktuelle Leistung erfasst und die Daten direkt an den Energielieferanten übermittelt. Die Registrierte-Leistungs-Messung (RLM) beinhaltet eine monatliche Rechnungsstellung mit der exakten Angabe des Verbrauchs.

„In der Regel erweist es sich als vorteilhafter – unabhängig vom Zählertyp – einen Tarif zu wählen, bei dem der reine Energiepreis erkennbar wird und bei dem der Versorger alle Drittkosten wie Netzentgelte, Umlagen und Steuern eins zu eins an die Abnehmer weiterberechnet“, erklärt Thiel.

Relevanz des reinen Energiepreises

Die Gesamtkosten lassen sich zwischen SLP und RLM nicht direkt vergleichen, da es beispielsweise bei den Netzentgelten große Unterschiede gibt. Genau deshalb hat der Vergleich des reinen Energiepreises eine so zentrale Bedeutung:

Egal wie hoch der Verbrauch ist oder in welcher Region das Unternehmen sitzt – der reine Energiepreis stellt den wichtigsten Indikator für den Markt dar, weil Drittkosten hier für den Vergleich nicht berücksichtigt werden.

 

Seite 2: Mehr Transparenz möglich

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Mehr Schutz für die Zähne, ambulant und stationär?

Einfach geregelt. Mit den neuen Zusatzversicherungen der SDK. Als Einzelversicherung für Privatpersonen oder als betriebliche Krankenversicherung für Firmen.

mehr ...

Investmentfonds

Wie reagieren die Märkte auf den sich verschärfenden US-Präsidentschafts-Wahlkampf?

Die Corona-Krise hat Präsident Trump in eine etwas schwierige Lage gebracht. Dies hat dazu geführt, dass seine Chancen auf eine Wiederwahl im November von einigen Beobachtern in Frage gestellt wird. Wenn man bedenkt, was Präsident Trump während seiner Amtszeit zugunsten des Unternehmenssektors bewirkt hat, gibt es in der Tat guten Grund zur Sorge, sollten einige der von ihm eingeführten Maßnahmen im Falle eines Biden-Sieges rückgängig gemacht werden. Aber ist es so einfach? Genauso wichtig ist es zu berücksichtigen, wie der Kongress aufgeteilt sein wird. Ein Kommentar von François Rimeu, Senior Strategist, La Française AM

mehr ...

Berater

Steuerbetrug: Ein europäischer Wettbewerb

Deutschland verliert etwa 26 Prozent des erzielbaren Körperschaftsteueraufkommens durch Gewinnverschiebungen multinationaler Unternehmen. Forscher der Universitäten Berkeley und Kopenhagen haben herausgefunden, dass 2017 weltweit etwa 700 Milliarden US-Dollar an multinationalen Gewinnen in Steueroasen verschoben wurden. Die Statista-Grafik zeigt den geschätzten Anteil des gewonnenen oder verlorenen Körperschaftsteueraufkommens ausgewählter europäischer Länder für 2017.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Finance konzentriert institutionellen Vertrieb in der Schweiz

Die DF Deutsche Finance Capital Markets GmbH mit Sitz in Zürich verantwortet zukünftig das Capital Raising bei institutionellen Investoren. Kernaufgabe ist die Koordination und Durchführung der internationalen Distribution aller institutionellen Investitionsstrategien der Deutsche Finance Group.

mehr ...

Recht

Insolvenzen: Die Oktober-Welle abschwächen

Die Insolvenz-Zahlen für den April 2020 sagen nichts aus über die tatsächliche Zahlungsfähigkeit der Unternehmen in der Corona-Krise. Im Herbst steigt die Zahl der Insolvenzen voraussichtlich sprunghaft. Sicher kann der Staat nicht alle Firmen retten – und künstlich am Leben gehaltene Zombie-Firmen will niemand. Eine Insolvenzwelle würde aber auch den Bankensektor bedrohen. Anstelle von noch größeren Not-Krediten sollten die rückzahlbaren Liquiditätshilfen unter bestimmten Bedingungen in Zuschüsse umgewandelt werden.

mehr ...