Baubranche: Konjunktur verliert laut Studie an Schwung

Seit Jahren boomt das Geschäft mit Immobilien – zum Leidwesen von Mietern und Wohnungskäufern. Nun könnte sich die Konjunktur am Bau abschwächen. Davon dürften Verbraucher aber vorerst wenig spüren. Im Gegenteil.

Auftragsstau, zu wenige Fachkräfte, Mangel an Flächen: Die Konjunktur am Bau dürfte in Zukunft an Schwung verlieren.

Da sich der Wohnungsbau abschwäche und die Branche an ihre Kapazitätsgrenzen stoße, werde der Hochbau nicht mehr so stark wachsen wie zuletzt, heißt es in einer aktuellen Studie der Beratungsfirma EY Parthenon.

Für Mieter und Bauherren hat das Unternehmen aber schlechte Nachrichten: Die Baupreise dürften weiter schneller steigen als die Inflation. Das treibt üblicherweise die Immobilienpreise und Mieten bei Neubauten in die Höhe.

2018 hatte vor allem der starke Wohnungsbau und das milde Wetter dem Hochbau ein preisbereinigtes Wachstum von 2,9 Prozent beschert, so die Studie, die der dpa vorliegt.

Weniger Wachstum am Hochbau

Gerade gewerbliche Bauherren steckten viel Geld in Geschosswohnungen, aber auch Kommunen und Firmen investierten mehr in Gebäude wie Büros, Schulen und Fabriken.

Künftig erwarten die Berater weniger Wachstum am Hochbau. 2019 dürfte das Volumen der erbrachten Leistungen wie Neu- und Umbauten sowie Renovierungen noch um 2,3 Prozent steigen.

Niedrige Zinsen und die große Nachfrage nach Immobilien stützten die Branche. 2020 sei dann mit einem Plus von 1,6 Prozent zu rechnen und 2021 mit einer Rate von nur 0,9 Prozent. Nicht inbegriffen in der Prognose ist der Bau von Straßen, Leitungen und Bahnstrecken (Tiefbau).

Seite zwei: Höhere Belastung als nach der Wiedervereinigung

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