13. Februar 2019, 12:36
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Baufinanzierung 2019: Der Experten-Talk

Fünf Experten aus dem Segment Baufinanzierung trafen sich bei Cash. in Hamburg, um über die Zinserntwicklung sowie über die Chancen und Herausforderungen im Baufi-Geschäft zu diskutieren.

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Die Teilnehmer des Roundtables zum Thema Baufinanzierung (von links): Thomas Hein, Leiter Partnervertrieb ING, Jörg Haffner, Geschäftsführer Qualitypool; Robert Annabrunner, Bereichsleiter Vertrieb Drittvertrieb bei der DSL-Bank/Postbank; Michael Lorenz, Geschäftsführer Baufi24; André Lichner, Geschäftsführer Prohyp; Moderator Frank Milewski, Cash.

Bei der Rückschau auf 2018 wurde von allen Teilnehmern ein deutlicher Anstieg des Baufinanzierungsvolumens bestätigt. Getrieben durch die weiterhin niedrigen Ziinsen, verzeichneten alle teilnehmenden Häuser eine Zunahme der Vermittleraktivität,  wenngleich die Stückzahlen eher rückläufig waren, das Volumen je Antrag jedoch deutlich angestiegen ist. Die Suche nach adäquaten Objekten bleibt nach Meinung der Teilnehmer weiterhin eine Herausforderung für potenzielle Immobilienerwerber. Die Politik sei deshalb dringend gefordert, Maßnahmen für die Bereitstellung größerer Flächen zu ergreifen, um den Wohnungsbau nachhaltig zu fördern. Noch immer ist die Quote der Immobilieneigentümer in Deutschland mit 15 Prozent eine der niedrigsten im europäischen Vergleich. Der Mangel an Objekten sorge auch weiterhin für anziehende Preise speziell in den Ballungsräumen.

Auf die Frage, wie die Experten die Zinsentwicklung für das Jahr 2019 einschätzen, urteilten alle einstimmig, dass sie in für dieses Jahr keine einschneidenden Veränderungen erwarten. Für 2020 sei die Zinsentwicklung nicht seriös vorherzusagen. Fest stehe alllerdings, dass das Niveau weiterhin niedrig halten müsse, um die Nachfrage nach Baukrediten bei immer noch steigenden Immobilienpreisen zu stimulieren.

Folgen der Digitalisierung

Auf die Frage, inwieweit die Digitalisierung die persönliche Beratung von Kunden zur Baufinanzierung obsolet machen könnte, verwiesen die Teilnehmer auf die individuellen Anforderungen im Baufi-Geschäft. Auch wenn ein Kunde sich online bereits Wissen angelesen habe, sei eine persönliche Beratung durch einen Baufinanzvermittler aufgrund der Komplexität des Antragsprozesses und der Auswahl der finanzierenden Bank weiterhin unerlässlich. Lediglich einzelne standadisierte Schritte im Kreditprozess ließen sich durch digitale Tools effizienter und schneller gestalten. Der verstärkte Einstieg von Fintechs in den Baufinanzierungsmarkt wurde vom Gros der Teilnehmer als förderlich für die Entwicklung und Umsetzung eigener Ideen gesehen. Folglich seien die Technologie-Start-ups als Kooperationspartner willkommen. (el/fml)

Das gesamte Roundtable-Gespräch lesen Sie in der Cash.-Ausgabe 4/2019

Foto: Florian Sonntag

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