15. Januar 2019, 12:34
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mietpreisbremse: Immobilienprofis mehrheitlich für Abschaffung

Wie der aktuelle Marktmonitor Immobilien (MMI) 2018 des Immobilienportals Immowelt zeigt, hat die Mietpreisbremse ihren Zweck in den Augen der Immobilienprofis klar verfehlt. Fast zwei Drittel würden das Gesetz sogar wieder komplett abschaffen.

Mietpreisbremse: Immobilienprofis mehrheitlich für Abschaffung

Auch die jüngste Verschärfung der Mietpreisbremse trifft bei den Experten auf Skepsis.

Der MMI wurde in diesem Jahr erstmals in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Bertram Steininger vom KTH Royal Institute of Technology in Stockholm durchgeführt wurde.

Für etwa ein Drittel aller befragten Makler sollte die Mietpreisbremse zumindest angepasst werden. Die meisten von ihnen (22 Prozent) wünschen sich einfachere und klarere Regeln.

Acht Prozent wollen sie lockern, um die Interessen der Vermieter stärker zu berücksichtigen, während sich fünf Prozent in die entgegengesetzte Richtung aussprechen und eine Verschärfung wünschen. Nur zwei Prozent befürworten die Mietpreisbremse so wie sie ist.

Geringverdiener als Verlierer des Gesetzes

Die Ablehnung liegt unter anderem darin begründet, dass aus Sicht der Profis die Falschen von der Mietpreisbremse profitieren. Für 42 Prozent sind Mieter mit hohem Einkommen die Gewinner des Gesetzes.

Abgesehen davon, dass Vermieter bei der Mietersuche eher Besser- als Geringverdiener wählen, seien diese weniger auf niedrige Mieten angewiesen und profitieren daher von den eigentlich für Geringverdiener gedeckelten Mieten. Das mache Mieter mit niedrigem Einkommen für 36 Prozent der Befragten zu Verlierern der Mietpreisbremse.

Ein weiterer Punkt sei, dass Neubauten und modernisierte Wohnungen von der Mietpreisbremse ausgenommen seien. Deren höhere Kosten können sich häufig nur gutverdienende Mieter leisten.

Seite zwei: Verschärfung wird skeptisch wahrgenommen

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Pensionskassen: Mit Volldampf in den Untergang?

Der Niedrigzins beschäftigt Pensionskassen seit 10 Jahren. Diese Entwicklung nimmt durch die Corona-Krise weiter an Fahrt auf. Arbeitgeber sollten jetzt Risiken evaluieren und Handlungsoptionen prüfen, meint das Beratungshaus auxilion.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Wasserstoff-Durchbruch in Sicht?

Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, zeichneten sich im Bereich der Wasserstoff-Technologie zuletzt zahlreiche Fortschritte ab. Wird Wasserstoff jetzt auch für PKWs nutzbar?

mehr ...

Berater

Die unbequeme Wahrheit über Erfolg in der Selbstständigkeit

Wenn Sie als selbstständiger Finanzdienstleister sich wirklich von der Konkurrenz abheben und zu den besten gehören möchten, dann geht das nur außerhalb der Komfortzone. Gastbeitrag von Trainer und Berater Dieter Kiwus

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Hälfte der Steuerzahler will Soli-Ersparnis zurücklegen

Mehr als die Hälfte der Steuerzahler, die im kommenden Jahr durch den Wegfall des Solidaritätszuschlags mit einer Entlastung rechnen, will das zusätzliche Nettoeinkommen zurücklegen. Das ergab die jüngste Umfrage im Deutschland-Trend des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), die von INSA Consulere im Auftrag des DIA durchgeführt worden ist.

mehr ...