Mietpreisbremse: „Abschaffen wäre nicht der falsche Schritt“

Die Mietpreisbremse kuriert nach Ansicht des Städte- und Gemeindebunds auch nach ihrer Reform nur die Symptome eines maroden Wohnungsmarkts. Den Experten zufolge sei keine quantifizierbare Verbesserung festzustellen.

Statt weiter an der Mietpreisbremse zu schrauben, muss der Bund seine Verantwortung im sozialen Wohnungsbau stärker wahrnehmen.

„Abschaffen wäre sicher nicht der falsche Schritt“, sagte der Städtebau-Experte des Verbands, Norbert Portz, der Deutschen Presse-Agentur. Letztendlich belaste die Mietpreisbremse nur das Verhältnis zwischen Mietern und Vermietern.

Statt weiter an der Mietpreisbremse zu schrauben, müsse der Bund seine Verantwortung im sozialen Wohnungsbau stärker wahrnehmen.

Bürger zurück aufs Land locken

„Die beste Entwicklung ist, wenn die Kommune selbst baut“, sagte Portz. Häufig sei zwar Bauland da, aber die Kommunen kämen nicht dran, weil private Besitzer nicht verkaufen wollten.

Zugleich müssten die Ballungszentren entlastet werden. „Wir werden das Problem der Wohnungsknappheit nicht allein in den großen Städten lösen können“, so Portz.

Um Bürger zum Umzug aufs Land zu motivieren, müssten aber Arbeitsplätze – zum Beispiel durch Digitalisierung – in den ländlichen Raum verlagert werden. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Mietpreisbremse:

Mietrechtsreform 2019: Das ändert sich

Enteignung von Immobilienfirmen nicht zielführend

Mietpreisbremse: Immobilienprofis mehrheitlich für Abschaffung

0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments
Weitere Artikel
Wissen, was los ist – mit den Newslettern von Cash.
Wissen, was los ist – mit den Newslettern von Cash.