26. November 2019, 13:28
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Wachsende Nachfrage nach Immobilienverrentungen

Mit Blick auf die demografische Entwicklung sowie den Immobilienboom der vergangenen zehn Jahre rechnet Die Gesellschaft für Immobilienverrentung DEGIV im kommenden Jahr mit einer weiter wachsenden Nachfrage nach Immobilienverkäufen mit Nießbrauch und Wohnrecht.

DEGIV Immobilienverrentung-Kopie in Wachsende Nachfrage nach Immobilienverrentungen

„Der Abschlag beim Verkaufserlös, den eine Immobilienverrentung mit sich bringt, wird durch die extrem gestiegenen Immobilienpreise mehr als kompensiert. Wir sehen daher im aktuellen Preisniveau einen starken Nachfragetreiber – neben der Überalterung der Gesellschaft“, erklärt Mesut Yikilmaz, Geschäftsführer der TÜV-zertifizierten DEGIV aus München.

Momentan gehört in Deutschland mehr als jede vierte Person zur Generation 60 plus. 2050 wird mehr als jede dritte Person älter als 60 Jahre sein. „Mit dem durch die zunehmende Lebenserwartung steigenden Alter der Senioren definiert sich die Frage der finanziellen Situation neu“, konstatiert Yikilmaz. Nach Beobachtung des Experten besitzen zwar viele Senioren eine oftmals lastenfreie Immobilie. Aber es mangelt ihnen mitunter an Liquidität für das tägliche Leben – beziehungsweise für Extras wie Reisen oder kulturelle Teilhabe. Das bestätigt eine 2019 in Auftrag gegebene Erhebung in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Consumerfieldwork GmbH. Demnach bezeichnen gut zehn Prozent der befragten Senioren ihre finanzielle Situation trotz Immobilienbesitz als angespannt. Knapp 35 Prozent der Rentner geben an, dass ihnen hin und wieder Geld fehlt und sie genau kalkulieren müssten.

Mit einer Immobilienverrentung können Senioren mit Wunsch nach mehr finanzieller Freiheit ihre Wohnung oder ihr Haus nach dem Verkauf weiter nutzen – und trennen sich lediglich als Eigentümer vom Objekt. Yikilmaz: „Einen alten Baum verpflanzt man nicht. Die wenigsten Menschen möchten im Alter das oft jahrzehntelang bewohnte Eigenheim oder die Wohnung verkaufen und umziehen. Die auf Nießbrauch basierende Immobilienverrentung verbessert die finanzielle Situation, ohne dass sich die Lebensumstände in Bezug auf die Wohnsituation ändern müssen.“

In anderen europäischen Ländern, zum Beispiel in Großbritannien und Frankreich, wird das Modell seit langem praktiziert. In Deutschland hält der Ansatz seit rund fünf Jahren vermehrt Einzug und setzt sich langsam als Alternative zum herkömmlichen Verkauf durch.

Die Besonderheiten des Nießbrauchrechts haben laut DEGIV auch für Investoren Vorteile: Dadurch, dass der Wohnwert über die erwartete Wohndauer vom Kaufpreis abgezogen wird, werden selbst hochwertige Immobilien in guten Lagen erschwinglich. Yikilmaz: „Die Verrentung nutzt nicht nur den Senioren, sondern auch potenziellen Investoren: Käufer erhalten durch verrentete Immobilien Zugang zu Objekten, die noch nicht auf dem Markt sind und möglicherweise nie angeboten worden wären.“

Foto: DEGIV

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