16. Juli 2019, 11:19
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohlfühlfaktoren und soziales Umfeld: Warum fast jeder zweite Senior seine Wohnung zu groß findet

Obwohl viele Rentner ihre Wohnung im Alter als zu groß empfinden oder die Immobilie nicht altersgerecht ist, kommt ein Umzug für die Mehrheit nicht in Frage. Die Hauptgründe für das Festhalten an den eigenen vier Wänden sind neben dem Wohlfühlfaktor das soziale Umfeld und die emotionale Bindung ans lieb gewonnene Heim. Das hat eine Erhebung von der Deutschen Gesellschaft für Immobilienverrentung DEGIV unter 161 Senioren in Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Marktforschungsinstitut Consumerfieldwork GmbH ergeben.

Senior-Mieter in Wohlfühlfaktoren und soziales Umfeld: Warum fast jeder zweite Senior seine Wohnung zu groß findet

Laut der DEGIV-Erhebung vertreten zwar 42,3 Prozent der befragten Eigentümer die Meinung, dass das Haus oder die Wohnung im Alter zu groß sind. Für 82,1 Prozent kommt ein Umzug im hohen Alter dennoch nicht in Frage. 97 Prozent der Befragten gaben den Wohlfühlfaktor als wichtigsten Grund an.

Die Meisten genießen die Nähe zum sozialen Umfeld

Der zweitwichtigste Grund für die Verwurzelung ist für fast 90 Prozent das soziale Umfeld wie etwa die Nachbarn oder die Nähe zur Familie. Die drittstärkste Zustimmung erfährt der Aspekt emotionale Bindung an die Immobilie (88,5 Prozent) – etwa durch Erinnerungen. Etwas weniger hoch gewertet werden von den Eigentümern die Einrichtung (82,1 Prozent), die Heimatverbundenheit (78,2 Prozent) oder die einst in das Gebäude investierten Eigenleistungen (72,4 Prozent).

Die Studie zeigt außerdem, dass sich über ein Drittel der befragten Eigentümer eine Immobilienverrentung vorstellen können. Bei diesem Modell wird die eigene Immobilie verkauft, kann aber bis ans Ende des Lebens mietfrei bewohnt werden. Laut DEGIV ist die Immobilienverrentung im aktuellen Immobilienboom eine interessante Option. Im Zuge der starken Preissteigerungen in deutschen Metropolen ist der Markt für Kaufimmobilien wie leergefegt.

Käufer und Vermittler suchen nach neuen Objekten

Makler und Käufer suchen händeringend nach neuen Objekten. Hier können durch die Immobilienverrentung Objekte auf den Markt gelangen, die sonst nicht zum Verkauf stehen würden. Senioren oder ältere Menschen, die verkaufen und im Objekt wohnen bleiben, erzielen solide Verkaufswerte. Eigentümer können so in ihren trauten vier Wänden wohnen bleiben und trotzdem finanziell liquide sein.

 

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Thomas-Cook-Kunden sollen Ansprüche beim Insolvenzverwalter anmelden

Das Justizministerium hat Pauschalreise-Kunden der insolventen Thomas Cook aufgefordert, ihre Ansprüche nicht nur bei der Versicherung, sondern auch beim Insolvenzverwalter anzumelden. Das sei Voraussetzung dafür, das versprochene Geld vom Bund zu erhalten, teilte das Ministerium am Freitag mit.

mehr ...

Immobilien

Baubeginne in den USA auf dem höchsten Stand seit 13 Jahren

Die Zahl der Wohnungsbaubeginne in den USA ist im Dezember deutlich stärker als erwartet gestiegen. Diese legten im Monatsvergleich um 16,9 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Dies ist der stärkste Anstieg seit Oktober 2016. Analysten hatten im Mittel lediglich mit einem Anstieg um 1,1 Prozent gerechnet.

mehr ...

Investmentfonds

Barrick Gold: Produktion übertrifft Erwartungen

Der kanadische Goldproduzent Barrick Gold hat die vorläufigen Produktionszahlen für sein viertes Quartal gemeldet. Dabei konnte der Konzern, ehemals der größte Goldproduzent der Welt, die Erwartungen der Analysten übertreffen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Habona erreicht Vollinvestition des Einzelhandelsfonds 06

Der Frankfurter Fondsinitiator und Asset Manager Habona Invest hat für seinen Einzelhandelsfonds 06 zum Jahresende 2019 sechs weitere Nahversorgungsimmobilien mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 44 Millionen Euro und einer Gesamtmietfläche von circa 19.500 Quadratmetern erworben.

 

mehr ...

Recht

Datenkrake Schufa: Was weiß die Schufa?

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz Schufa, hat 360 Millionen Daten von 60 Millionen Deutschen erfasst. Wer einen Handyvertrag abschließt, Miet-, Kauf- oder Leasingverträge unterzeichnet oder einen Kredit aufnimmt, kann von der Schufa erfasst werden. Verbraucher haben nach Artikel 15 der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) einen Anspruch darauf, zu erfahren, welche personenbezogenen Daten gespeichert werden. Was die Schufa weiß und darf.

mehr ...