Blackrock und Merrill Lynch vereinbaren Vertragsklausel

Nachdem bei der US-Investmentbank Merrill Lynch zuletzt angesichts der hohen Abschreibungen im Zuge der Subprime-Krise über einen Verkauf der 49,8-prozentigen Beteiligung am US-Vermögensverwalter Blackrock spekuliert wurde, haben sich beide Gesellschaften nun durch eine Klausel auf neue Aktionärsregeln geeinigt. Auf diese Weise sollen die Interessen von Blackrock im Fall einer Umstrukturierung bei Merrill Lynch gewahrt bleiben, so die Agentur Reuters.

Der US-Börsenaufsicht SEC zufolge beschlossen die beiden Akteure eine Regelung, nach der das globale Vertriebsabkommen automatisch um fünf Jahre verlängert wird, wenn Merrill Lynch zwei Drittel oder mehr seiner Privatkunden abgibt. Dazu könnte es kommen, wenn krisenbedingt Geschäftsbereiche des Geldhauses veräußert werden. Merrill Lynch vertreibt die Blackrock-Fondspalette an seine Privatkunden.

Der Wert der Merrill Lynch-Anteile an Blackrock wird auf mindestens zehn Milliarden US-Dollar geschätzt. Vergangene Woche trennte sich die Investmentbank bereits für einen Erlös von etwa 4,4 Milliarden Dollar von ihrer 20-prozentigen Beteiligung am US-Medienkonzern Bloomberg. Seit Anfang der Finanzkrise musste sie mehr als 30 Milliarden US-Dollar abschreiben. (hb)

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