Neue AGI-Fonds folgen der Scharia

Die Vermögensverwaltung des Münchner Allianz-Konzerns, Allianz Global Investors (AGI) startet mit den Produkten RCM Islamic Global Equity Opportunities (LU0366079043) und RCM Islamic Global Emerging Markets Equity (LU0366078151) zwei Scharia-Konforme Aktienfonds.

Kapitalanlagen nach dem islamischen Recht folgen den Leitlinien des Korans und müssen deshalb auf Zinseinkünfte verzichten, lediglich Dividenden sind erlaubt. Auch Erträge aus Glücksspielen, Werbung und Medien – ausgenommen Zeitungen – sowie Alkohol, Schweinefleisch, Pornografie, Tabak und dem Handel von Silber und Gold sind tabu.

Diesen Prinzipien sollen auch die neuen AGI-Produkte folgen. Bei der Strukturierung der Portfolios verlässt sich AGI deshalb auf ein spezielles Beratungsunternehmen sowie ein Shariah Board, über das die Expertise von Spezialisten mit langjährigen Erfahrungen im islamischen Finanz- und Bankenwesen angezapft werden soll.

Fondsmanagerin des in Schwellenmärkten anlegenden RCM Islamic Global Emerging Markets Equity ist Dilek Capanoglu, die die Anlage über eine Top-Down Länderallokation sowie eine fundamentale Bottom-Up Aktienauswahl aktiv verwalten soll. Der RCM Islamic Global Equity Opportunities investiert weltweit und wird von Paul Schofield gemanagt. Von den Gesetzen der Scharia abgesehen, unterliegt die Allokation keinerlei Beschränkungen.

Beide Fonds kosten höchstens fünf Prozent Ausgabeaufschlag. Anleger zahlen zudem eine jährliche Verwaltungsgebühr von 1,5 Prozent (Global) beziehungsweise 1,75 Prozent (Emerging Markets). (hb)

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