22. Juli 2009, 00:00
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Instis mischen sich unters Volk

Institutionelle Anleger nutzen verstärkt Publikumsfonds als Anlagevehikel. Zu diesem Schluss kommen die Marktforscher von Kommalpha Institutional Consulting in ihrer jüngsten Studie.

Mehr als 80 Prozent der befragten Insti-Marktteilnehmer erklärten, dass die Bedeutung von sogenannten institutionellen Publikumsfonds – mit Investoren wie Versicherungen, Pensionskassen und Stiftungen – hoch sei und zukünftig noch weiter zunehmen werde. Bereits derzeit sei der Anteil der Instis, die in Publikumsfonds investieren, beachtlich – etwa jeder fünfte Anleger gibt an, zehn bis 20 Prozent seiner Assets in Publikumsfonds zu investieren. Ein Zehntel der Investoren beziffert den Anteil sogar mit mehr als der Hälfte.

?Umso unverständlicher ist es, dass dieser Markt weiterhin so intransparent ist und die tatsächliche Beteiligungsquote von professionellen Großanlegern in bestimmten Produkten nicht ersichtlich wird?, erklärt Clemens Schuerhoff, geschäftsführender Gesellschafter von Kommalpha.

Professionelle Betreuung noch Fehlanzeige

Weitere Ergebnisse: Institutionelle verlangen – mehr als vom Markt erwartet – eine individuelle und professionelle Betreuung und einen direkten Zugang zum Fondsmanager. Darauf seien viele Anbieter von Publikumsfonds noch nicht eingerichtet, so die Studie. Insbesondere die erweiterten Reports auf institutionellem Niveau werden oftmals noch nicht erstellt. Auch die Dokumentation des Risikomanagements muss verbessert werden.

?Die Tatsache, dass sich Profis an einem Fonds beteiligen, können für private Anleger unterschiedliche Auswirkungen haben: Zum einen erhöht sich der Druck auf einen transparenten und konsistenten Investmentprozess – das ist gut. Andererseits fehlen noch Regeln, wie der Ein- und Ausstieg großer Tranchen in das Sondervermögen so geregelt werden kann, dass es keine negativen Auswirkungen auf die Performance gibt?, erklärt Hans-Jürgen Dannheisig, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter von Kommalpha. (mr)

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