Umfrage: Vermögensverwalter optimistisch für 2010

Die Vermögensverwalter schauen zuversichtlich in das neue Börsenjahr. 39 Prozent der Befragten erwarten den deutschen Leitindex Dax Ende 2010 bei einem Stand von 6.500 Punkten oder mehr. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Münchener Direktbank DAB unter rund 50 unabhängigen Vermögensverwaltern.

Graph27 Prozent der Befragten prognostizieren einen Stand von ungefähr 6.000 Punkten, 19 Prozent schätzen, dass der Index bei 5.000 Punkten oder sogar weniger Ende kommenden Jahres schließt.

Gefragt wurde zudem nach dem Goldpreis. Knapp ein Drittel der Vermögensverwalter rechnet damit, dass eine Feinunze Gold Ende 2010 rund 1.500 US-Dollar kosten wird. Weitere 27 Prozent schätzen den Goldpreis auf etwa 1.250 US-Dollar.

Beim Thema Schwellenländer und deren künftige Entwicklung erwarten rund 37 Prozent der  Befragten für das Jahr 2010 die beste Performance auf dem chinesischen Aktienmarkt. 33 Prozent sehen Brasilien vorne, immerhin 21 Prozent würden Aktien aus Indien bevorzugen. Nur neun Prozent setzen darauf, dass 2010 der russische Aktienmarkt die beste Performance aller Bric-Länder erzielen wird.

Protokollpflicht hat kaum Auswirkung

Das Geldinstitut hat seine Vermögensverwalter zudem befragt, wie sie die ab Januar geltende gesetzliche Protokollpflicht beurteilen. Rund die Hälfte gab an, dass das Gesetz kaum Auswirkungen habe, da sie entweder bisher schon alle Beratungsgespräche für den Kunden dokumentiert oder mit den Kunden Verwaltungsmandate vereinbart haben. Immerhin 40 Prozent der Befragten nehmen die Protokollpflicht jedoch als einen deutlichen bürokratischen Mehraufwand wahr.

„Vermögensverwalter haben meist eine langjährige enge Beziehung mit ihren Klienten. Aufgrund ihrer Unabhängigkeit und ihrer fairen Vergütungsmodelle beraten sie nicht provisionsgetrieben. Damit unterscheiden sie sich deutlich von klassischen Bankberatern“, sagt Dr. Josef Zellner, Bereichsleiter B2B bei der DAB Bank. (ks)

Foto: Shutterstock

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