26. August 2010, 09:48
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Das Ende des klassischen Konjunkturzyklus

Als gegenreformistische Maßnahme versuchen die Staaten mit den USA an der Spitze daher alles, um der Mission zum Schluss dennoch zum Erfolg zu verhelfen, und wenn es sein muss, auch mit ketzerischen und instabilen Elementen. So wird zunächst die Geldpolitik des qualitativen und quantitativen Hosiannas auch zur Wirtschaftsförderung ohne jedes Anzeichen eines Ausstiegs konsequent fortgesetzt.

Und vor allem die Fiskalpolitik in den USA läuft götzenhaft einem radikalen deficit spending nach. Offensichtlich soll der Marktwirtschaft mit massiven staatswirtschaftlichen Mitteln auf die Sprünge geholfen werden.

Diese Säkularisierung der klassischen Lehre, sozusagen der Weg vom Paulus zum Saulus, führt allerdings an den Finanzmärkten zu einer markanten Glaubensfreiheit. Die Zins-, Devisen- und Aktienmärkte zeigen sich irritiert wie verlorene Schafe. Für die zukünftige Konjunktureinschätzung heißt das: Der Klassiker ist kein Evergreen mehr. Heute ist nichts mehr so sicher wie das Amen in der Kirche.

Robert Halver leitet die Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank. Mit Wertpapieranalyse und Anlagestrategien beschäftigt er sich seit Abschluss seines betriebswirtschaftlichen Studiums 1990. Halver verfügt über langjährige Erfahrung als Kapitalmarkt- und Börsenkommentator und ist durch regelmäßige Medienauftritte bei Fernseh- und Radiostationen, auf Fachveranstaltungen und Anlegermessen sowie durch Fachpublikationen präsent.

Weitere Kolumnen von Robert Halver:

Wann wird’s mal wieder richtig stabil?

Blaue Pillen für die Inflation!

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Unser täglich Griechenland gib uns heute. Was kommt morgen?

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Sind Substanzaktien die stabileren Staatsanleihen?

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Exit-Strategie oder das Warten auf „Cashing Bull“

Der richtige Umgang mit Blasenproblemen

Staatsverschuldung – Nie war sie so wertvoll wie heute!

Foto: Baader Bank

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1 Kommentar

  1. so massiv und hysterisch wie die Regierung(en) mittlerweile in die Naturgesetze der Wirtschaft eingreifen (siehe Abwrackprämie etc.) und dabei in nicht nachvollziehbarer Panik überreagieren, ist es kein Wunder, daß alles aus dem Lot gerät. Langfristig wird sich das bitter rächen. Aber so ist es nun mal in einem Land, in dem die fachlich meist nicht ausreichend qualifizierte Presse letztendlich das Sagen hat und die Richtung vorgibt. Wer sich unpopulär aber sachgerecht verhält, wird mundtot gemacht. Welcher Politiker will das schon…

    Kommentar von Besserwisser — 26. August 2010 @ 17:01

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