Deka bleibt trotz verdoppeltem Ergebnis skeptisch

Die Frankfurter Dekabank, Fondstochter der Sparkassen, hat im ersten Halbjahr 2010 mehr als doppelt soviel verdient wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Erholung der Kapitalmärkte und anziehende Nachfrage nach Fonds sorgten für einen Gewinnsprung. Dennoch gibt die Deka einen verhaltenen Ausblick ab.

Franz S. Waas
Deka-Vorstandschef Franz S. Waas

Der Dekabank-Konzern meldet für die ersten sechs Monate 2010 ein wirtschaftliches Ergebnis in Höhe von 389,9 Millionen Euro (Vorjahr: 142,2 Millionen Euro). Im Fondsgeschäft konnte die Nettovertriebsleistung in den Sparten Kapitalmarkt und Immobilien auf 803 Millionen Euro gesteigert werden. In der ersten Jahreshälfte 2009 lag das Ergebnis noch mit 134 Millionen Euro im negativen Bereich.

Weitere Erfolgsfaktoren waren Schrottpapiere, die wieder an Wert gewannen. Durch die marktbedingt höhere Bewertung der kletterte dieser Bilanzposten von minus 287,2 auf 42,9 Millionen Euro. Zudem hat die Deka ihre Risikovorsorge um mehr als 200 Millionen Euro heruntergefahren.

Dennoch scheut die Sparkassentochter „wegen der weiterhin vorhandenen Unsicherheiten an den Finanzmärkten“ eine präzise Prognose für das zweite Halbjahr. Aus heutiger Sicht werde für das Gesamtjahr 2010 ein Abschluss erwartet, der unterhalb des Ergebnisses von 2009 (661,8 Millionen Euro) liegt, so die Deka. (hb)

Foto: Dekabank

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