Fisch empfiehlt Unternehmensanleihen aus Schwellenländern

Anleger sollten auf einen weiteren Aufschwung der Emerging Markets wie China oder Brasilien setzen, indem sie in Anleihen dortiger Unternehmen investieren, heißt es von der Züricher Fondsgesellschaft Fisch Asset Management. Außerdem seien die Risikoprämien trotz geringerer Verschuldung höher als in den etablierten Industriestaaten

thai bud„Wir sind in einer Umbruchphase. Noch sind Länder wie Brasilien oder China deutlich schlechter geratet als beispielsweise die USA und Großbritannien – trotz geringerer Verschuldungsgrade. Aufgrund der im Vergleich niedrigen Verbindlichkeiten und des Wirtschaftswachstums werden die Emerging Markets mittelfristig weitere Upgrades erfahren“, sagt Senior Portfolio Manager Philipp Good.

„Für Anleiheinvestoren bietet daher die momentane Situation eine attraktive Einstiegsmöglichkeit in Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern“, so Good. Derzeit müssten Unternehmen aus den Emerging Markets für eine Anleihe im Schnitt rund 100 Basispunkte mehr als deutsche oder amerikanische Unternehmen zahlen.

Besondere Chancen im Bankensektor

Anleger profitieren nach Einschätzung Goods einerseits von aktuell attraktiven Risikoprämien und können anderseits im Falle eines verbesserten Staatsratings an steigenden Kursen partizipieren, da dies zu fallenden Spreads führt. „Inzwischen weisen mehr als zwei Drittel der neu emittierten Anleihen in den Schwellenländern bereits die Einstufung Investment Grade auf und sind qualitativ für eine breite Anlegerschaft geeignet“, sagt Good.

Der Fondsmanager sieht speziell im Bankenbereich Renditechancen: „Finanzinstitute bezahlen eine hohe Risikoentschädigung. Bei einer fortschreitenden Entspannung im Bankensektor sind diese Titel für Anleger interessant, speziell die gut kapitalisierten Banken aus Asien und Lateinamerika.“ Auf jeden Fall sei es aber wichtig, Klumpenrisiken zu vermeiden. (mr)

Foto: Shutterstock

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