Fitch Ratings: Europas Asset Manager bleiben unter Druck

Die internationale Ratingagentur Fitch sieht die europäischen Vermögensverwalter weiter auf schwierigem Terrain. Regulierungsdruck und Restrukturierungsbedarf sorgen für einen verhaltenen Branchenausblick.

Schraubzwinge_kleinIn ihrem Branchenreport kommen die Analysten zu dem Schluss, dass die Profite der europäischen Fonds- und Asset-Management-Industrie so schnell nicht wieder das Vor-Krisen-Niveau erreichen werden. Ein Abebben der Mittelzuflüsse und mangelnde Kostensenkungspotenziale machten kleinere Akteure verwundbar bei einem erneuten Einbruch des Marktes, so der Report.

Alles in allem ist Fitch dennoch nicht der Ansicht, dass es wirklich kritisch um die Branche bestellt ist. Die durchschnittlichen operativen Margen seien gegenüber 2007 zwar von 35 auf 27 Prozent geschrumpft. Dies sei aber immer noch ein gesundes Niveau.

Regulierung und Restrukturierung als Herausforderungen

In 2009 verzeichnete die Branche zudem eine teilweise Erholung: Die verwalteten Mittel stiegen um 15,6 Prozent auf sieben Billionen. Dem ging laut Fitch allerdings ein Rückgang um 23 Prozent im Krisenjahr 2008 voraus. Trotz der Geldschwemme der Notenbanken hielten sich die Anleger im vergangenen Jahr mit frischen Mitteln zurück. So war der deutliche Anstieg bei den verwalteten Mitteln zu 80 Prozent der positiven Marktentwicklung geschuldet.

Als Unsicherheitsfaktor wertet die Agentur den Regulierungsdruck, der auf der Branche lastet. Während die Einführung der Fonds-Richtlinie Ucits IV nach Fitch-Einschätzung eher die Effizienz fördert und den grenzüberschreitenden Wettbewerb stimuliert, sei die Direktive „Alternative Investment Fund Management“ (AIFM) eine Hürde für einige Marktakteure.

Seite 2: Verabschieden sich Banken und Versicherungen aus riskanten Assetklassen?

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