HSBC baut ETF-Geschäft in Deutschland aus

Der britische Finanzriese HSBC verstärkt seine Präsenz im deutschen Markt für börsennotierte Indexfonds. Bis Mitte Oktober 2010 sollen neun weitere Exchange Traded Funds (ETFs) an der Deutschen Börse in Frankfurt gelistet werden. Gleichzeitig startet HSBC in Deutschland eine ETF-Vertriebsinitiative unter neuer personeller Leitung.

Aufbau ExpansionDie neu gelisteten Fonds bilden jeweils die Kursentwicklung eines großen internationalen Aktienindizes nach. Neben dem Eurozonen-Index Stoxx 50 befinden sich unter anderem das US-Barometer S&P 500 und der britische FTSE 100 sowie MSCI-Indizes für Brasilien, Japan, Fernost und die Pazifik-Region im Angebot.

Alle Produkte haben laut HSBC Gesamtkostenquoten von maximal 0,6 Prozent pro Jahr. Weitere Produkte auf Länder- oder Branchenindizes sollen bald folgen.

Um das erweiterte Angebotsspektrum zu pushen, wurde Lars Hofer zum neuen Vertriebsleiter für ETFs von HSBC und von Drittanbietern in Deutschland und Österreich ernannt. Hofer kam bereits 1998 über die Stationen Citigroup und Lehman Brothers zu HSBC, wo er bis heute verschiedene Vertriebsaufgaben in Deutschland verantwortete – zuletzt als Vertriebsleiter für strukturierte Retailprodukte.

Die Briten planen, ihr ETF-Segment europaweit, insbesondere aber in Deutschland, deutlich auszubauen. In Zukunft will sich HSBC deshalb auch als Market Maker für Produkte von anderen Anbietern aktiv werden. Dabei werden die Geld- und Briefkurse gestellt, damit der Markt liquide bleibt. (hb)

Foto: Shutterstock

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