Anzeige
22. März 2010, 13:19
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zahltag: Verdienen mit Dividendenfonds

Mitnehmen, was zu kriegen ist – nach der spektakulären Kursrallye des vergangenen Jahres greifen Anleger wieder zu Fonds, die auf hohe Ausschüttungen setzen.

Piggy-bank-shutterstock 39565876-500x210- in Zahltag: Verdienen mit Dividendenfonds

Text: Marc Radke

Defensive Aktien-Investments etwa in Versorger-Titel oder Unternehmen der Gesundheitsbranche konnten in 2009 kaum glänzen. Warum auch auf Sicherheit setzen? Es war ohnehin kaum ein Börsenparkett auf dem Globus zu finden, das sich nicht als goldener Boden herausstellte. Obwohl die Folgen der Wirtschaftskrise noch keineswegs überwunden sind, feierten insbesondere konjunkturabhängige Aktien beispielsweise aus dem Rohstoffsektor oder dem Bereich zyklischer Konsumgüter wie Fernseher ungeahnte Kurssprünge.

Aufstieg wird steiniger

Bis zu 140 Prozent Jahresrendite war in Schwellenländern wie Brasilien drin, eine Wertsteigerung um ein Viertel gaben weltweit gestreute Aktienanlagen her – im Durchschnitt. Der als solide geltende deutsche Aktienmarkt verwöhnte seine Fondsinvestoren sogar noch mit zwei Prozentpunkten mehr.

So geht es in diesem Jahr aber wohl nicht weiter. Die meisten Experten sehen den deutschen Leitindex Dax Ende 2010 nur bei circa 6.500 Punkten, verglichen mit dem Jahresanfang rund acht Prozent im Plus. Mit einer gegenüber dem Vorjahr gemäßigten Kurs-Performance werden die Auszahlungen eines Unternehmens an die Aktionäre wieder wichtiger.

Auch aus Sicht der DWS scheint die Zeit gigantischer Kursfeuerwerke erst einmal vorbei zu sein. Nach den enormen Erholungen an den Börsen in 2009 erwartet auch die Deutsche-Bank-Tochter lediglich moderate Kursanstiege und setzt stattdessen auf hohe Ausschüttungen. 2010 könne das Jahr der Dividenden werden, lässt die Frankfurter Fondsgesellschaft schon seit einigen Monaten verlauten.

„Von den beispiellosen geld- und fiskalpolitischen Geldspritzen berauscht, haben die Aktienmärkte 2009 weltweit zugelegt. Gerade die Kurse von Unternehmen geringer Qualität und hoher Konjunkturanfälligkeit sind ihrem fairen Wert davongeeilt“, erklärt Klaus Kaldemorgen, Sprecher der DWS-Geschäftsführung, auf der Jahrespressekonferenz seines Unternehmes. Und 2010 sei nur mit einer schwachen zyklischen Erholung zu rechnen.

Zusammen mit dem anhaltend niedrigen Zinsniveau führt dies zu der Empfehlung, dass Anleger und Berater Anteile von Unternehmen favorisieren sollten, die eine hohe Dividende zahlen. „Während in der Aufwärtsphase des letzten Jahres vor allem zyklische Werte, Titel mit niedrigen Dividenden und geringer Gewinnqualität deutlich zulegen konnten, verschiebt sich der Fokus nun zunehmend in Richtung von Unternehmen mit attraktiven Dividendenrenditen und stabilen, guten Gewinnen“, erwarten ebenfalls die Analysten der Weberbank. Dieser Trend sei keine kurzfristige Modeerscheinung, sondern werde sich im ganzen Jahr 2010 fortsetzen.

Lesen Sie auf Seite 2, warum Dividenden-Aktien auch 2010 höhere Renditen abwerfen als Renten und welche Anbieter die Produktmaschinerie anwerfen.

Weiter lesen: 1 2 3 4

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Vertrieb: Audiocalypse Now

“Wer versendet mindestens 50 Prozent seiner Nachrichten als Sprachnachrichten?” – Das war die Frage, die ich letzten Oktober Studenten stellte, als wir über Messenger in unserer Kultur redeten.

Gastbeitrag von Marko Petersohn, As im Ärmel

mehr ...

Immobilien

Immobilienvermarktung: “Ein noch so schlauer Algorithmus wird den Menschen nicht ersetzen können”

Chancen für ein neues Dienstleistungsniveau: Die fortschreitende Digitalisierung kann auch in der Immobilien- und Maklerbranche nicht mehr weggeredet werden. Aber nicht alle Maklerbetriebe wollen oder können mitziehen. Dabei sollten sie die Potenziale der digitalen Unterstützer nicht unterschätzen – und auch nicht ihren positiven Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit am Markt.

mehr ...

Investmentfonds

Renten retten die Märkte nicht mehr

Die Folgen der Geldpolitik werden nach einem schlechten 2018 an den Finanzmärkten deutlich. Stürzen die Aktienkurse, bieten die Anleihen nur noch ein sehr dünnes bis gar kein Polster mehr. Eine Normalisierung der Geldpolitik ist nicht absehbar. Gastbeitrag von Dr. Eduard Baitinger, Feri.

mehr ...

Berater

Rankel: Mit Social Media Kunden gewinnen

Jeder zweite Facebook-Account eines Maklers ist inaktiv. Das zeigt: Viele Berater nehmen sich zwar vor, über Social Media Kunden zu gewinnen. Doch sie wissen nicht wie.

Die Rankel-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

Ernst Russ AG verliert beide Vorstände auf einen Schlag

Sowohl der Vorstandssprecher Jens Mahnke als auch Vorstandsmitglied Ingo Kuhlmann werden Ende März aus der Ernst Russ AG (ehemals HCI Capital) ausscheiden. Ein bisheriges Aufsichtratsmitglied springt ein.

mehr ...

Recht

Pflegeunterhalt: Wenn Kinder für ihre Eltern haften

Die Deutschen werden immer älter. Damit wächst auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Alten- und Pflegeheimen. Die Kosten hierfür sind hoch. Vielfach benötigen Eltern in diesem Fall die finanzielle Hilfe ihrer Kinder. Für diesen Fall gibt es genaue Regeln, wie eine Übersicht des Arag-Rechtsschutzes zeigt.

 

mehr ...