3. November 2011, 12:54
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Energiewende beflügelt nachhaltige Anlagen

Die in Deutschland beschlossene Energiewende und höhere Nachfrage nach erneuerbaren Energien sorgen nach Ansicht von Monega für einen weiteren Schub bei nachhaltigen Geldanlagen.

Katharine Trimpop-1 Monega-128x150 in Energiewende beflügelt nachhaltige Anlagen Von der Energiewende profitieren nach Aussage von Katharine Trimpop, verantwortlich für den Bereich Nachhaltigkeit bei der in Köln ansässigen Monega KAG, nicht nur die Windkraft- oder Solarbranche, sondern auch Unternehmen, die in den dringend erforderlichen Ausbau des Stromnetzes investieren. Die Europäische Kommission schätze den Investitionsbedarf für den Aufbau einer modernen Netzinfrastruktur auf europäischer Ebene auf rund eine Billion Euro, allein in Deutschland dürften laut Fraunhofer-Institut Investitionen von rund 200 Milliarden Euro notwendig sein. Technologieunternehmen wie Siemens und ABB verzeichneten bereits wachstumstreibende Impulse aus den Investitionen von Energieversorgern in Netzverbindungen und -modernisierungen.

„Von der steigenden Nachfrage nach intelligenten Stromnetzen, so genannten Smart Grids, profitieren vor allem Unternehmen, die sich auf energieeffiziente Technologien und Automationssysteme spezialisiert haben. Aber auch Unternehmen, die nicht direkt im Bereich Energie und Umwelt tätig sind, richten sich zunehmend nachhaltig aus, um wettbewerbsfähig zu bleiben“ so Trimpop. Denn sozial-ethisch und ökologisch nachhaltig handelnde Firmen reduzierten die Konflikte mit ihren Anspruchsgruppen, sparten dank ressourcenschonender Prozesse Geld und müssten nicht kostspielige Nachbesserungen bei Veränderungen des regulatorischen Umfelds vornehmen.

Nach Aussage von Trimpop zeige sich dies auch in der besseren Wertentwicklung nachhaltiger Unternehmen: So habe der Dow-Jones-Sustainability-World-Index in den letzten drei Jahren (Stichtag 30. September 2011) mit einem Minus von 1,3 Prozent per annum besser abgeschnitten als der MSCI World Index, der im selben Zeitraum rund 2,3 Prozent per annum verlor. „Anleger, die an dem langfristigen Wachstumspotenzial dieser Unternehmen partizipieren, aber nicht auf einzelne Titel setzen wollen, sollten in einen breit gestreuten Fonds investieren. Fonds mit Fokus auf erneuerbare Energien bergen durch ihre spezielle Ausrichtung und Konzentration auf wachstumsstarke Aktien jedoch noch vergleichsweise hohe Risiken. Weniger schwankungsanfällig sind dagegen Nachhaltigkeitsfonds, die breit gestreut in das Segment erneuerbare Energien, aber auch in nachhaltig wirtschaftende Unternehmen anderer Branchen investieren“, so Trimpop. (bk)

Foto: Shutterstock

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