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4. März 2011, 13:53
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EZB: Währungshüter setzen Rentenmärkte unter Druck

Das Signal der europäischen Zenztralbank EZB, die Leitzinsen wieder anzuheben, um die Inflation in den Griff zu bekommen, sorgt für Unruhe an den Rentenmärkten. Obwohl die Kurse bereits nachgeben, sehen Experten Renditechancen im Anleihe-Sektor.

Falke-arab-online-127x150 in EZB: Währungshüter setzen Rentenmärkte unter Druck„Mit Blick auf die Eindämmung von Risiken für die Preisstabilität ist starke Wachsamkeit geboten“, sagte  Jean-Claude Trichet. Mit dieser Wortwahl zum Thema Inflationstendenzen im Euroraum signalisiere der EZB-Präsident überraschend klar eine nahende Leitzinsanhebung, heißt es dazu von Andreas Riegler, Fondsmanager im Team Global Fixed Income bei der österreichischen Raiffeisen Capital Management mit Sitz in Wien. Vor dem Hintergrund steigender Inflation und einer großzügigen Liquiditätsversorgung von Banken sehe die EZB nun Handlungsbedarf.

Trichet gilt damit als geldpolitischer Falke, der eine Stabilitätspolitik verfolgt und dadurch eine starke Geldentwertung verhindern will. Anders als in der Friedenspolitik sind es in der Finanzwelt die Tauben wie Ben Bernanke, der Chef der amerikanischen Notenbank Fed, die wegen ihrer vermeintlich sorglosen Geldpolitik als gefährlich gelten.

Zinssprünge bereits eingepreist

Nicht ohne Folgen: “Das Signal von Trichet, die Leitzinsen womöglich bald anzuheben, bedeutet für die Euro-Rentenmärkte nichts unmittelbar Gutes”, so Riegler. Tatsächlich hätten die Rentenkurse unmittelbar nach den Aussagen Trichets nach unten korrigiert: „Wir sehen derzeit ein Kräftemessen zwischen Inflationsängsten sowie einem freundlichen konjunkturellen Marktumfeld einerseits und negativem Risikosentiment in Folge steigender geopolitischer Risiken andererseits. Mittelfristig sind die Chancen auf den Rentenmärkten aber durchaus intakt, da die Märkte aufgrund von – teilweise heftigen – Korrekturen längst nicht mehr so überteuert sind wie noch vor einem Jahr und erwartete Zinsschritte der EZB bereits eingepreist sind.”

Raiffeisen sieht die wesentliche Ursache für Inflation im aktuell hohen Ölpreis, verursacht durch die Krise in Nordafrika und deren Folgen für den Ölmarkt. In den letzten zwei Wochen ist der Ölpreis um knapp ein Fünftel gestiegen, was die Wachstumsaussichten der Industrie und die Privathaushalte belastet.

Die bisherige Reaktion des Rentenmarktes: Steigende Renditen am kurzen Ende bei Euro-Anleihen, unveränderte am langen Ende.

Seite 2: Corporate Bonds werden profitieren…

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