Gold: Neuer Rekordpreis trotz Schuldenkompromiss

Der Goldpreis erklimmt mit 1.671 US-Dollar je Feinunze ein neues Rekordniveau. Solange Europa und die USA ihre Finanzprobleme nicht dauerhaft in den Griff bekommen, wird sich daran nach Einschätzung von Experten wenig ändern. Einige erwarten indes weitere kräftige Preissprünge.

Apfel Gold W - onlineErste Schritte in die richtige Richtung hätten zwar vor ein paar Wochen die Europäer und am vergangenen Sonntag auch die USA mit dem Schuldenkompromiss gemacht, urteilt etwa Peter Königbauer, Manager des Rohstofffonds Pioneer Funds Commodity Alpha der Münchener Fondsgesellschaft Pioneer Investments: „Doch diese Maßnahmen sind nicht ausreichend, um bei den Anlegern wieder Vertrauen herzustellen.“

Dazu bedürfe es vielmehr nachhaltiger Lösungsansätze, deren Wirkung über ein paar Monaten hinausgehe, so Königbauer. Dagegen sei die Angst vor einer Inflation bei der Goldpreisentwicklung derzeit nicht das bestimmende Thema. Auch fundamentale Gründe für eine Hausse wie ein starkes Bevölkerungswachstum sprächen eher für Preisanstiege bei Agrarrohstoffen, sagt der Commodity-Experte.

Minenaktien mit großem Aufholpotenzial

Aktuell kostet die Feinunze 1.671 US-Dollar beziehungsweise 1.165 Euro. Weiteres Aufwärtspotenzial erkennt Martin Siegel, Geschäftsführer und Fondsmanager bei der Investmentboutique Stabilitas mit Sitz in Bad Salzuflen: „Derzeit sehen wir Gold fair bewertet an und halten einen Kurs von bis zu 1.800 US-Dollar im Jahresverlauf für durchaus realistisch.“

Goldminenaktien seien dagegen klar unterbewertet, so Siegel: „Mit den aktuellen Goldpreisen können Minengesellschaften profitabel wirtschaften. Edelmetallaktien haben im zweiten Halbjahr 2011 noch ein Steigerungspotenzial von 30 bis 50 Prozent, ohne beim aktuellen Goldpreis überbewertet zu sein.“ (mr)

Foto: Shutterstock

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