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28. Dezember 2011, 14:59
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LRI Invest will US-Richtlinie Fatca erfüllen

Die Luxemburger Fondsgesellschaft LRI Invest will die voraussichtlich ab dem Jahr 2013 in Kraft tretenden Fatca-Regeln (Fatca steht für Foreign Account Tax Compliance Act) der US-Steuerbehörde erfüllen. Und dies trotz des dafür notwendigen immensen Aufwands, wie das Unternehmen mitteilt.

Eagle-shutterstock 110779-1-127x150 in LRI Invest will US-Richtlinie Fatca erfüllen„Für europäische Finanzinstitute bedeutet das einen immensen Arbeitsaufwand, um entsprechende Unannehmlichkeiten mit den US-Behörden zu vermeiden“, erklärt Markus Gierke, CEO der Fondsgesellschaft.

Zum Hintergrund: Die US-Steuerbehörde will durchsetzen, dass alle US-Personen weltweit ihre Erträge, die sie aus US-Wertpapieren erzielen – also Zinsen, Dividenden sowie Veräußerungsgewinne – in den USA versteuern.

Im Zuge dessen sieht Fatca vor, dass alle nicht-amerikanischen Finanzinstitute sämtliche Erträge aus Depots und Konten von allen in den USA Steuerpflichtigen sowie deren Konto- und Depotstände übermitteln müssen. Dabei zählen neben amerikanischen Staatsbürgern auch jene als US-Personen, die als in den USA ansässig gelten wie zum Beispiel Inhaber von Green Cards. Zudem gelten Personengesellschaften und Trusts als US-Personen, sofern sie nach US-Gesetzen errichtet wurden.

Harte Strafen drohen

Sollte sich US-Personen nicht zur Übermittlung ihrer Daten bereit erklären oder ein Finanzinstitut nicht mit den US-Behörden kooperieren, dann werden auf alle Erträge aus US-Wertpapieren 30 Prozent Quellensteuer einbehalten. „Es ist jedoch damit zu rechnen, dass die US-Behörden nach einer kurzen Übergangszeit die betroffenen Unternehmen verpflichten werden, die Geschäftsbeziehungen mit solchen Kunden zu beenden“, so Gierke weiter.

Erklärtes Ziel des LRI-Invest-Geschäftsführers ist es, im Zusammenhang mit dem Management und Vertrieb der Fonds Nachteile für seine Kunden zu vermeiden: „Wir werden dafür Sorge tragen, dass die von uns verwalteten Fonds die entsprechenden Anforderungen vollumfänglich erfüllen. Dazu zählen insbesondere die Bereiche Fondsbuchhaltung (Berechnung und Ausweis der US-Vermögensgegenstände und US-Ertragskomponenten am Fondsportfolio), Legal & Fund Consulting (Änderungen der Verträge und Verkaufsprospekte) sowie Compliance (Sicherstellung der Einhaltung der Fatca-Regeln und Reporting an die US-Finanzbehörde).” (mr)

Foto: Shutterstock

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