Eurokrise verstärkt Skepsis gegenüber Aktien

Die Schuldenkrise im Euroraum hält europäische Anleger vom Aktienkauf ab, so eine aktuelle Studie der Comdirect Bank. Besonders groß ist die Verunsicherung durch die Eurokrise demnach bei Anlegern aus Italienern, Frankreich und den Niederlanden.

In diesen Ländern sieht der Studie zufolge fast jeder Zweite in der Eurokrise eher einen Grund gegen den Aktienerwerb. In Deutschland sind es demnach 37 Prozent.

Das sind Ergebnisse des „Comdirect Wertpapierradar Europa“, einer repräsentativen Studie in acht europäischen Ländern. Demnach hat die Eurokrise bei 73 Prozent der Befragten die Skepsis gegenüber Aktien verstärkt.

Geringerer Einfluss außerhalb des Euroraums

Für die Befragten in den nicht betroffenen Ländern hat die Eurokrise der Studie zufolge einen geringeren Einfluss: So geben 24 Prozent der Schweden und 28 Prozent der Briten an, die Krise sei ein Grund gegen einen Aktienkauf.

„Wer in der Eurokrise auf Aktien verzichtet, begeht einen Fehler“, kommentiert Daniel Schneider, Leiter Brokerage bei Comdirect. „Denn durch die Krise erleben wir eine Zeit historisch niedriger Zinsen. In diesem Umfeld bieten Aktien langfristig bessere Renditeaussichten als klassische Sparkonten. Wer den schleichenden Wertverlust seines Ersparten verhindern will, kommt derzeit um Aktien nicht herum.“

Die Daten für das „Comdirect Wertpapierradar Europa“ wurden im Dezember 2012 vom Marktforschungsinstitut Toluna in acht Ländern erhoben und von Comdirect ausgewertet. In einem Online-Panel wurden insgesamt 6.460 Personen über 18 Jahren befragt. (jb)

Foto: Shutterstock

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