Anzeige
29. Oktober 2014, 09:10
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Axa IM: Euro-Wirtschaft bremst ab

Die Analysten von Axa IM befürchten ein Stagnation im Euroraum und senken ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr von 1,4 auf 0,8 Prozent.

Axa IM

 

Schuld sind nach Einschätzung von Franz Wenzel, Leiter Anlagestrategie bei der französischen Fondsgesellschaft, die “Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine, die nicht enden wollende Rezession in Italien und der ausbleibende Anstieg der Unternehmensgewinne”.

Starker Abschwung in Deutschland

Vor allem der Abschwung in Deutschland falle offenbar stärker aus als erwartet, so Wenzel: „Die deutsche Wirtschaft ist sehr export- und industrielastig. Auch wenn der schwächere Euro eine Rezession verhindern dürfte, rechnen wir frühestens Mitte 2015 mit einem deutlichen Aufschwung.“

Also Lösung fordert Wenzel: „Die Europäische Zentralbank (EZB) muss sich endlich zum Quantitative Easing entschließen, und die Fiskalpolitik muss wachstumsfreundlicher werden.“

US-Prognosen nach oben korrigiert

Ganz anders sieht es auf der anderen Seite des Atlantiks aus. Aufgrund der guten Investitions- und Konsumaussichten haben die Volkswirte von Axa IM die Wachstumsprognose 2015 für die USA von 2,5 auf 2,7 Prozent angehoben.

Wenzel erklärt: „Die Knappheit am Arbeitsmarkt dürfte die Fed zu einer ersten Zinsanhebung Mitte 2015 bewegen. Allerdings könnten der stärkere Dollar und niedrigere Energiepreise den Zinsschritt hinauszögern.“

Aufgrund der schlechteren Lage ändern die Axa-Strategen ihre aktuelle Empfehlung: “Im Aktienbereich raten wir jetzt dazu, Japan überzugewichten. Japanische Aktien sind momentan attraktiv bewertet, das Kurs-Gewinn-Verhältnis und das Kurs-Buchwert-Verhältnis sind niedriger als in den USA und in Europa. Außerdem steigt die Lohninflation in Japan – eine wichtige Voraussetzung für eine höhere Binnennachfrage und ein Ende der Deflation.“

Die Emerging Markets außerhalb Asiens sollten Anleger jedoch untergewichten: “Wenn der erste Zinsschritt der Fed naht, werden Mittelabflüsse hier wahrscheinlicher.”

An ihrer Empfehlung, Renten unterzugewichten, halten sie dagegen fest. Bei Staatsanleihen bevorzugen sie weiterhin den Euroraum gegenüber den USA. Bei Unternehmensanleihen setzen sie auf Investmentgrade-Titel aus dem Euroraum und High-Yield-Bonds aus den USA.

Wenzel erläutert die Gründe: “Die anhaltenden Mittelabflüsse könnten Euro-denominierte Hochzinspapiere weiter unter Druck setzen, in den USA scheint das Gegenteil der Fall zu sein: Hier sprechen das höhere Wachstum und die allmählich steigenden Staatsanleiherenditen eher für High-Yield-Anleihen als für langlaufende Investmentgrade-Papiere.“ (mr)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset – Kfz-Policen – Immobilieninvestments – Ruhestandsplanung

Ab dem 13. September im Handel.

Jubiläumsheft

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Zukunft der Versicherungsbranche + Unangenehme Wahrheiten: Vermittlerzahlen täuschen

Versicherungen

bAV: Nürnberger stellt Pensionsfonds neu auf

Die Nürnberger Pensionsfonds AG erweitert die Gestaltungsmöglichkeiten in der betrieblichen Altersversorgung (bAV). So kann sich beim bilanzförmigen Pensionsfonds die Kapitalanlage zukünftig automatisch an aktuelle Marktentwicklungen anpassen, um eine langfristig stabile Wertentwicklung zu erreichen. Mit Fidelity International konnte zudem ein neuer Partner im Bereich der Fondsanlage gewonnen werden.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Zinsen werden volatiler

Die Europäische Zentralbank (EZB) beschäftigt sich unter anderem mit der finanziellen Lage Italiens, während die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wieder einmal am Leitzins gedreht hat.

mehr ...

Investmentfonds

Sieben Anlagestrategien für den Spätzyklus

Die USA erleben ihre zweitlängste wirtschaftliche Expansion, die bereits zehn Jahre andauert. Und auch wenn derzeit kein Ende in Sicht ist, stellt sich die Frage, wie lange dieser noch anhalten wird. Laut Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management, spricht vieles dafür, dass sich die US-Konjunktur im Spätzyklus befindet. Er nennt sieben Strategien, mit denen Anleger ihre Portfolios defensiver Ausrichten können.

mehr ...

Berater

Fintechs: Die fairsten digitalen Finanzberater

Auf dem deutschen Markt tummeln sich bereits über 300 verschiedene sogenannte Fintechs – Tendenz laut Experten steigend. Welche davon am fairsten aufgestellt sind, hat das Analysehaus Servicevalue in Kooperation mit Focus Money untersucht.

mehr ...

Sachwertanlagen

Falschberatung: Sparkasse muss zahlen

Mangelhafte Beratung kann den Berater teuer zu stehen kommen. Das erfährt eine oberpfälzische Sparkasse gerade am eigenen Leib, wie ein aktuelles Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth zeigt.

mehr ...

Recht

Heckenschnitt: Was gilt im Streitfall?

Landesrechtliche Regelungen geben oft vor, wie hoch eine Hecke auf einer Grundstücksgrenze sein darf. Nachbarn können jedoch nicht verlangen, dass der Eigentümer seine Hecke vorsorglich im Herbst und Winter so stark herunterschneidet, dass sie im Sommer die zulässige nicht Höhe überschreitet. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH das Landgericht Freiburg.

mehr ...