GAM: Europas Aktien unterschätzt

Die Aussichten für europäische Aktien sind besser als die derzeit trübe Stimmung. Das meint Niall Gallagher, Fondsmanager beim Asset Manager GAM.

„Die Peripheriestaaten der Euro-Zone vermelden zunehmend positive Zahlen. Auch die Sorge um die deutsche Wirtschaft angesichts der Russland-Sanktionen ist übertrieben“, erklärt Gallagher. So sei etwa die geschäftliche Ausrichtung der deutschen Industrie auf Russland nicht ungewöhnlich hoch.

„Übertriebene Vorsicht“

Die starke Marktreaktion der zurückliegenden Monate führt der Experte daher auf eine verbreitete, aber tendenziell übertriebene Vorsicht gegenüber europäischen Entwicklungen zurück: „Wenn es um Europa geht, ist das Glas derzeit im Zweifel eher halb leer als halb voll, und diese Stimmung schlägt von den Medien auf die Unternehmen und Investoren durch. Ein Blick auf die Fundamentaldaten gibt jedoch Anlass zum Optimismus.“ So weise der Trend bei den Gewinnerwartungen erstmals seit zwei Jahren aufwärts und auch die Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) bewegten sich auf normalisierter Basis unterhalb der historischen Mittelwerte.

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Auch der niedrige Ölpreis könnte den europäischen Aktienmärkten zusätzlich Auftrieb verschaffen, so der Fondsmanager: „Sowohl die Verbrauchereinkommen als auch die der Unternehmen dürften durch sinkende Energiepreise positiv beeinflusst werden.“

Niedriger Ölpreis senkt Kosten

Ganz oben auf Gallagher Einkaufsliste: Vor allem zyklische Titel aus dem Konsumsektor und Unternehmen, deren Ausgaben direkt durch den Ölpreis beeinflusst werden. Als Beispiele nennt er etwa die Fluggesellschaften Ryanair und Easyjet.

Gallagher managt den GAM Star European Equity und den GAM Star Continental European Equity. (mr)

Foto: Shutterstock

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