26. Mai 2014, 11:25
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Multi-Asset-Ausblick: Wählerisch bleiben!

Zur Diversifizierung eines Multi-Asset-Portfolios sind Anleihen von großer Bedeutung – vorausgesetzt, sie werden zum richtigen Preis eingekauft. Zur Preisermittlung sollten sich Anleger insbesondere auf die Analyse des fundamentalen Wertes konzentrieren.

Gastbeitrag von Juan Nevado, M&G Investments

Multi Asset Fonds

“Der Verzicht auf Risiko mittels Tages- oder Festgeld ist nach wie vor die schlechteste Lösung.”

Viele Anleger versuchen, ihre Investmentstrategien nach dem richtigen Timing auszurichten – doch dieser Ansatz führt nicht selten in eine Sackgasse, wie sich 2014 wieder einmal zeigt.

Schon Anfang des Jahres wurden die meisten Marktprognosen, die erst Ende 2013 publiziert wurden, von der Realität überholt: Staatsanleihen sind entgegen der allgemeinen Erwartung immer noch gefragt, Aktien sind längst nicht überall so gut gelaufen wie erwartet, und die Lage in den Schwellenländern ist doch nicht so katastrophal wie befürchtet.

Größte Überraschung: Staatsanleihen

Insgesamt schauen die Investoren aber wieder genauer auf die fundamentalen Daten als in den letzten Jahren – und das tut allen Anlageklassen gut.

Für eine der größten Überraschungen sorgten in den letzten Monaten Staatsanleihen. Nach den gängigen Vorhersagen für 2014 konnte man erwarten, dass die meisten Anleihen, insbesondere solche mit langen Laufzeiten, nicht gefragt sein würden.

Doch stattdessen legten 30-jährige US-Treasuries den besten Jahresauftakt seit 25 Jahren hin und liefen sogar besser als US-Aktien. Zur Diversifizierung eines Multi-Asset-Portfolios sind Anleihen also nach wie vor von großer Bedeutung – vorausgesetzt, sie werden zum richtigen Preis eingekauft. Und um diesen zu ermitteln, sollten Anleger sich vor allem auf die Analyse des fundamentalen Wertes konzentrieren anstatt auf vage Marktprognosen.

Aktienpotenzial in Italien

Unter diesem Gesichtspunkt bieten Aktien derzeit generell noch größere Chancen als Anleihen. Grund dafür sind die günstigen Konjunkturbedingungen mit schwachem, aber stabilem Wachstum und niedriger Inflation.

Bemerkenswert positiv hat sich in jüngster Zeit ausgerechnet der italienische Aktienmarkt entwickelt. Durch die Eurokrise war das Bewertungsniveau in Italien – ebenso wie in Spanien – stark gefallen und erschien für einen Einstieg daher äußerst interessant.

Vielversprechende europäische Peripheriestaaten

Angeführt von Finanzwerten und gestützt von der Aussicht auf politische Reformen sind die Kurse in Italien in den ersten Monaten dieses Jahres nun zwar wieder kräftig gestiegen, auf lange Sicht halten wir diesen Markt jedoch nach wie vor für attraktiv.

Neben Italien haben die Unternehmen auch in den anderen europäischen Peripheriestaaten nach der wirtschaftlichen Schwächephase viel Potenzial für steigende Gewinne – eine solche Situation finden Anleger anderswo kaum wieder.

Seite zwei: Zurückhaltung in China

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