Anleger in der Zinsfalle: Lassen Sie sich nicht enteignen!

Anleger sollten aber dringend umdenken und ihre Aktienaversion ablegen. Denn es geht um den realen Wert ihres Vermögens. Mit Blick auf die schleichende Enteignung können Aktien als eine Art Krisenwährung verstanden werden. Sie sind nicht nur die Geldanlage mit dem besten Chance-Risiko-Verhältnis, sondern gleichzeitig auch die mit der langfristig höchsten positiven Rendite – nachweislich, wie die Renditedreiecke des Deutschen Aktieninstituts historisch belegen.

Darin ist die langfristige Entwicklung der DAX-Renditen über die letzten 50 Jahre beziehungsweise des Euro Stoxx 50 seit 1986 abgetragen. Das Ergebnis weist eine insgesamt positive Bilanz aus. Interessant auch: Je länger der Anlagezeitraum, desto eher konnten Anleger eine höhere Rendite verzeichnen. Zudem lässt sich auch das Risiko kurzfristiger Kurschwankungen durch lange Anlagezeiträume beherrschen.

Elementarer Bestandteil der Vermögensallokation

Die vieldiskutierte Frage des richtigen Einstiegszeitpunktes ist bei einer breiten Streuung der Aktienwerte im Portfolio und einem langfristigen Anlagehorizont zu vernachlässigen. Entscheidend ist und bleibt die Wertentwicklung. Auch die Rendite-Dreiecke des DAI zeigen, dass Market-Timing bei langfristigen Anlagen keine Relevanz hat.

Daraus lässt sich nur ein Schluss ziehen: Aktien oder Aktienfonds müssen ein elementarer Bestandteil der Vermögensallokation sein, um Vermögen aufzubauen und auch der schleichenden Entwertung entgegenzuwirken. So lassen sich das anhaltende Niedrigzinsumfeld und die hohe Inflation dann auch etwas entspannter betrachten.

Diplom-Kaufmann Dr. Holger Schmitz gründete 1997 als Vorstand die Schmitz & Partner AG – Privates Depotmanagement mit Sitz in der Schweiz.

Foto: Schmitz & Partner

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