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13. Juni 2014, 10:05
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“Technologieblase Fehlanzeige”

Neue Technologien verändern die Welt und schaffen Nachfrage. Gleichzeitig ist der Investitionsbedarf der Unternehmen im IT-Bereich hoch. Anleger können mit den richtigen Investments vom Fortschritt profitieren.

 

Technologie

Apple-Store in der Fifth Avenue, New York

Neben Gesundheitsaktien gehören Technologietitel zu den beliebtesten Börseninvestments. Die Experten des skandinavischen Vermögensverwalters DNB Asset Management sind dennoch überzeugt, dass trotz der kräftigen Kursanstiege Technologie-Riesen für Anleger immer noch attraktiv sind.

“Was an Investitionen in den Krisenjahren zurückgestellt wurde, kann jetzt dank anziehender Unternehmensgewinne nachgeholt werden. Von der Wachstumsbeschleunigung dürften allen voran etablierte Akteure wie Google profitieren, welche sich in einer ausgezeichneten Ausgangslage befinden”, sagt etwa Sverre Bergland, Portfoliomanager des DNB Technology Fonds.

Zweifel an Social Media und 3D-Druck

Dagegen sind aus Analystensicht einzelne Social-Media-Plattformen und 3D-Printing-Firmen überbewertet, haben zum Teil bereits Korrekturen hinter sich.

Auf einer gemeinsamen Veranstaltung mit DNB sagte Patrick Warnking, Chef Google Schweiz: “Der Fokus der Innovation liegt auf dem Mehrwert für Anwender. Die große Herausforderung bestehe darin, die Technologien etwa im Bereich Stimmenerkennung stetig weiterzuentwickeln und dabei die ausufernden Kosten im Griff zu behalten. Das Potenzial der Internettechnologien ist gigantisch, sind doch immer noch rund fünf Milliarden Menschen weltweit offline.”

Portfoliomanager Bergland erklärt, dass neue Technologien auch neue Geschäftsbereiche schaffen, Produktivität und wirtschaftliches Wachstum steigern und die politische Landkarte verändern: “Die disruptiven Technologien generieren ebenso viele Gewinner wie Verlierer. Da sich diese Entwicklungen zumeist über Monate hinweg abzeichneten, bleibe für Investoren genügend Zeit, sich anzupassen und Gewinner wie Verlierer vor wechselndem Hintergrund zu identifizieren.”

“Technologieblase Fehlanzeige”

Von der vielzitierten Technologieblase seien lediglich einige überbewertete Titel betroffen, so Bergland, die innerhalb kürzester Zeit abgestürzt seien. Neben Google zeichnen sich auch Aktien von Größen wie Ebay, Samsung und Netgear durch erfreuliche Renditen aus.

Eines der auffälligsten Merkmale des aktuellen Konjunkturzyklus ist die bemerkenswerte Erholung der US-Unternehmensgewinne in einer insgesamt eher verhalten positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, wie auch Bergland weiß. Seine Erklärung: “Die Unternehmen schafften es ihre Gewinne überproportional zu steigern, indem sie sehr konservativ auf der Ausgabenseite vorgingen. Daraus resultiert ein Nachholbedarf auf der Investitionsseite für die nächsten 12 bis 18 Monate. Dieser zyklische Rückenwind von weltweit steigenden Investitionen kommt speziell dem Technologiesektor zu Gute. Je stärker sich die Ertragslage der Unternehmen entwickelt, umso mehr investieren diese für gewöhnlich in die IT.”

Robeco Sam setzt auf 3D-Modellierung

Einerseits gelte es also die seit 2008 aufgebauten Rückstände aufzuholen, andererseits wachse parallel die Bedeutung des Online-Vertriebs inklusive mobiler Shopping-Anwendungen und Zahlungssysteme, weil dabei direkt beim Konsumenten die entsprechende Nachfrage ausgelöst wird, so Bergland.

Technologische Fortschritte finden sich in vielen Bereichen. Die Experten von Robeco Sam haben jüngst das Segment der 3D-Modellierung ins Visier genommen. Pieter Busscher, Portfolio Manager des Robeco Sam Smart Materials Strategy, sagt: “Mit der zunehmenden Effizienz und Automatisierung der Fertigungsprozesse wird die Produktoptimierung zu einem immer wichtigeren Differenzierungsmerkmal. Softwareanbieter, die virtuelle 3D-Prototyping- und Prüfverfahren ermöglichen, sollten davon profitieren.”

Mehrere Softwarehersteller sind laut den Analysen gut positioniert, um von einem Wachstum des Markts für 3D-Modellierung zu profitieren. Dassault Systèmes und PTC zum Beispiel bieten mehrere 3D-CAD- und -PLM-Softwaretools. Autodesk, dessen AutoCAD-Reihe bei Architekten bereits sehr beliebt ist, dürfte seine starke Positionierung im BIM-Bereich halten.

 

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