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27. November 2014, 09:01
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Erste AM: Türkische Aktien attraktiv

Der türkische Aktienmarkt könnte 2015 vom fallenden Ölpreis profitieren, verkündet die österreichische Fondsgesellschaft Erste Asset Management. Ohnehin seien Türkei-Aktien derzeit günstig bewertet.

Istanbul-750 in Erste AM: Türkische Aktien attraktiv

Die Fondsgesellschaft Erste AM setzt auf türkische Aktien.

“Der fallende Ölpreis könnte auch den türkischen Aktienmarkt beflügeln”, sagt Türkei-Aktienexpertin Sevda Sarp. Und: “Wenn durch den sinkenden Ölpreis die Inflation nachlässt, könnte die türkische Zentralbank darüber nachdenken, die Zinsen von ihrem aktuellen Niveau von 8,25 Prozent zu senken, und davon dürften auch die Aktienmärkte profitieren.“

Obwohl der türkische Aktienmarkt in den vergangenen Monaten gemessen am MSCI Turkey im Jahresvergleich um 19 Prozent hinzugewonnen hat, hält Sarp türkische Aktien weiterhin für attraktiv bewertet: “Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt derzeit bei 9,5, verglichen mit 12,5 für den breiteren MSCI Emerging Market. Im Finanzsektor sind aktuell vor allem Banken wie Isbank und Vakifbank attraktiv, die von sinkenden Zinssätzen profitieren können und nur geringe Probleme bei der Kreditqualität aufwiesen.”

Risiken durch US-Geldpolitik

Negativ könnte sich dagegen eine Erhöhung der Zinssätze durch die US-Notenbank Fed auswirken. Dadurch käme laut Sarp der Wechselkurs zwischen US-Dollar und Türkischer Lira in Bewegung: “Außerhalb des Finanzbereichs setzen wir daher auf Sektoren, die resistent gegenüber Währungsschwankungen sind, wie etwa Luftfahrt, Stahlindustrie oder den Einzelhandel. Attraktive Unternehmen sind etwa Turkish Airlines, der Stahlkonzern Erdemir oder Migros Türk, die größte Supermarktkette des Landes.”

Insgesamt dürfte der Türkei 2015 eine Phase größerer innenpolitischer Stabilität bevorstehen, glaubt Sarp: “Auch die aktuellen Umfragen weisen auf einen erneuten Sieg der AKP bei den anstehenden Parlamentswahlen hin. Die Partei dürfte daher ihre aktuelle Wirtschafts- und Geldpolitik im kommenden Jahr fortsetzen können.“ Mögliche politische Risiken für die Märkte könnten dagegen aus den Nachbarländern drohen, denn die angespannte Sicherheitslage könnte sich auch auf die türkischen Export auswirken. (mr)

Foto: Shutterstock

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