Emerging Markets: Künftige Weltmarktführer

Schwellenländeranleihen mussten speziell in 2013 Federn lassen. Dennoch ist das Potenzial der Zinspapiere insbesondere von Unternehmen laut Experten besser denn je.

Dubai Financial Center: Das Emirat will zur Finanzdrehscheibe in Arabien werden.

Die Macht der Notenbanken wurde in 2013 einmal mehr deutlich. Bereits die Ankündigung eines baldigen Taperings durch die amerikanische Notenbank Fed schickte die Aktien– und Anleihemärkte vieler Schwellenländer im Frühsommer 2013 auf Talfahrt. Allein der Emerging Market Bond Index Global sank in den beiden auf das Fed-Statement folgenden Monaten um insgesamt neun Prozent.

Anleger kehren zurück

Nach Meinung der meisten Experten waren die teils heftigen Kurseinbrüche bei Schwellenländeranleihen in 2013 nicht der Beginn einer Krise, sondern eine Neubewertung aller Schwellenländeranleihen, die aus der Normalisierung der US-Zinsstruktur resultierte.

Der massive Kapitalabfluss aus den Schwellenländern in den vergangenen Monaten ist für Greg Saichin, Leiter des Teams Globale Schwellenländeranleihen bei Allianz Global Investors, ein vorübergehendes Phänomen.

Institutionelle Investoren liebäugeln mit Emerging Markets

„Das meiste Geld, das in den letzten Monaten aus den Emerging Markets abgezogen worden ist, stammt von Privatanlegern. Die handeln in der Regel nervöser“, weiß Saichin. Institutionelle Investoren würden dagegen bereits wieder über ein verstärktes Engagement in den Emerging Markets nachdenken – und tun dies offensichtlich auch. Denn der Anleihenindex JP Morgan EMBI+ steigt seit Jahresbeginn um circa sieben Prozent.

Quelle: Bloomberg

In 2013 war das Wachstum in den Schwellenländern im Schnitt rund zwei Prozent höher als das der Industriestaaten. Und nicht wenige Experten erwarten, dass dieser Vorsprung auch künftig Bestand haben wird.

„Schwellenländer bleiben aus fundamentaler Sicht interessant, weil sie nach wie vor leicht zwei- bis dreimal so schnell wachsen können wie Industriestaaten“, so Saichin. Höhere Renditen seien aber nur eine Sache. Damit weiter Geld in die Emerging Markets fließt, müssten die Länder jetzt Strukturreformen angehen.

Seite zwei: Strukturreformen vonnöten

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