ETF oder aktive Fonds: Was Berater empfehlen

Die Bereitschaft, Privatkunden die Anlage in ETF zu empfehlen, ist der Studie zufolge weiterhin stark vom Geschäftsmodell des Vertriebes abhängig. 2008 hatte demnach kein einziger Honorarberater aktive Fonds favorisiert – heute sind es 19 Prozent.

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Der Anteil der Honorarberater, die beide Fondskategorien als gleich gut geeignet bewertet, habe sich im gleichen Zeitraum auf fast 52 Prozent erhöht und damit mehr als verdoppelt. Das sei erstaunlich, so die Studienautoren, weil die ETF-Kosten samt Vertriebsvergütung nach wie vor ein wichtiges Kriterium der Beraterempfehlung darstellten.

Die ETF-Empfehlungsbereitschaft liegt der Studie zufolge bei freien Vermittlern, Sparkassen- und sonstigen Bankberatern deutlich niedriger. Provisionsberater favorisieren demnach zu 50 Prozent aktiv gemanagte Fonds – zehn Prozentpunkte mehr als 2008. Nur 13 Prozent unter ihnen sind ETF-Empfehler – ihr Anteil ist seit 2008 um sechs Prozentpunkte gesunken.

Kosten und Vergütung sind Auswahlkriterien

Das größte Hindernis ETF zu empfehlen, ist für Berater, die die Anlageform scheuen, die unattraktive Vergütung. Mehr als 50 Prozent der Berater würden bei Provisionsberatung nicht auf ETF setzen, bei Honorarberatung dagegen dieselben Berater zu knapp 70 Prozent auf ETF. 29 Prozent der Honorarberater bevorzugen demnach „im Zweifel“ ETF.

Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl konkreter ETF sind die Gesamtkosten. 48 Prozent der Befragten bewerteten diesen Punkt als „sehr wichtig“, weitere 36 Prozent als „wichtig“. Für 81 Prozent ist zudem auch das Handelsvolumen (Liquidität) „wichtig“ oder „sehr wichtig“. Bei ihren ETF-Empfehlungen setzen die Berater überwiegend auf Aktienindizes, insbesondere auf globale, deutsche, US-amerikanische und europäische Aktien. (jb)

Foto: Shutterstock 

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