5. Oktober 2015, 09:34
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Fondsmarkt: Evolution des Sparens gefragt

Kommen wir zum dritten und wichtigsten Themenkomplex, dem Anleger. Bisher fällt es deutschen Anlegern schwer, sich von ihrem tradierten Sparverhalten nach dem Motto “Hauptsache sicher” zu lösen.

Nach wie vor liegen vier von fünf Euro in Einlagen, festverzinslichen Wertpapieren oder kapitalbildenden Versicherungen. Aktuell sind das 81 Prozent des Geldvermögens, das derzeit praktisch kein zusätzliches Einkommen mehr erwirtschaftet.

Anleger nehmen für vermeintlich mehr Sicherheit und Flexibilität bewusst Renditeeinbußen in Kauf. Die alten Muster in der Geldanlage funktionieren aber nicht mehr. Diese Erkenntnis verbreitet sich jedoch nur langsam.

Evolution des Sparens ist gefragt

Die Ergebnisse des aktuellen Anlegerbarometers von Forsa im Auftrag von Union Investment belegen, dass die Befragten der Meinung sind, mit aktienbasierten Anlagen die höchsten Erträge zu erzielen. Aber weniger als jeder Fünfte ist bereit, für diesen Mehrwert auch höhere Risiken einzugehen.

Niedrige Zinsen schädigen nicht zwingend dauerhaft die Sparkultur. Entscheidend ist, dass sie sich weiterentwickelt, damit Vermögensaufbau auch in Zukunft funktioniert. Eine Evolution des Sparens ist gefragt.

Anleger müssen sich dabei nicht vollständig umstellen. Es reicht schon aus, an wenigen Stellschrauben leicht zu drehen und dabei sein Sicherheitsverständnis etwas weiterzuentwickeln. Das kann nur individuell erfolgen, denn die Lösung muss zum Bedarf und zu den Möglichkeiten des einzelnen Anlegers passen.

Oft ist es sogar einfacher, als viele denken. So sind etwa Fondssparpläne ein häufig unterschätztes, aber extrem einfaches und flexibles Mittel um Vermögen zu bilden oder allmählich umzuschichten. Und gerade bei diesen langfristigen Sparprozessen kommen die Vorteile einer Fondsanlage zum Tragen.

Ein reales Beispiel verdeutlicht das: Wer etwa in der Vergangenheit 20 Jahre lang einen Sparplan auf den Aktienfonds Uni-Global bediente, konnte mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit eine Jahresrendite von mehr als fünf Prozent erzielen, während das Verlustrisiko gleichzeitig gegen null tendierte.

Mit Fonds fokussieren Anleger auf den langfristigen Anlageerfolg. Die ernstzunehmenden kurzfristigen Verlustängste der Menschen können so in den Hintergrund treten.

Autor Hans Joachim Reinke ist Vorstandsvorsitzender der Union Investment Gruppe.

Foto: Union Investment

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