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26. Februar 2015, 16:20
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Optionen von 2008 brachten Goldman-Bankern im Vorjahr zwei Milliarden Dollar

Mitarbeiter der Goldman Sachs Group Inc. verdienen vielleicht nicht mehr so üppig wie in der Vergangenheit, doch im vorigen Jahr gab es für viele von ihnen einen einträglichen Zahltag, auf den sie seit den schwärzesten Tagen der Finanzkrise warten mussten.

Milliarden-dollar in Optionen von 2008 brachten Goldman-Bankern im Vorjahr zwei Milliarden Dollar

Das vergangene Jahr war das erste, in dem die Banker die Optionen einlösen konnten.

Im Jahr 2014 übten Goldman-Sachs-Mitarbeiter Optionen im Wert von 2,03 Milliarden Dollar aus. Über 96 Prozent der Kontrakte wurden als Teil der Jahresvergütung 2008 zugeteilt.

Das vergangene Jahr war das erste, in dem die Banker die Optionen einlösen konnten.

Kurs mehr als verdoppelt

Goldman-Sachs-Aktien haben sich im Kurs mehr als verdoppelt seit im Dezember 2008 Spitzenkräften 36 Millionen Optionen zuerkannt wurden, um einen Anreiz zu schaffen, bei der Firma zu bleiben. Die Bank sah sich damals zu drastischen Senkungen bei der Vergütung gezwungen – die weltweite Finanzkrise gefährdete das Unternehmen in seiner Existenz und drückte den Aktienkurs um 61 Prozent.

Bei den zwei Milliarden Dollar, deren Zuteilung in dieser Woche durch eine Pflichtmitteilung bekannt wurde, handelt es sich um den Vorsteuergewinn aus der Ausübung der Optionen. Unter den Begünstigten – die wählen können, ob sie die Aktien halten oder sich den Gegenwert auszahlen lassen – sind vermutlich auch Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen haben, seit ihnen die Optionen zuerkannt wurden.

Vergütungskosten drastisch reduziert

Ein überproportionaler Anteil der Auszahlungen ging an derzeitige Partner, die weniger als zwei Prozent der insgesamt 34.000 Beschäftigten ausmachen. Bis August hatten Partner mit Optionen aus dem Jahr 2008 Vorsteuergewinne in Höhe von knapp 800 Millionen Dollar erzielt. Wie sie sich in den letzten vier Monaten des Jahres entwickelten, hat die Bank noch nicht kommuniziert.

Die oberste Führungsetage erhielt keine Optionen, denn Konzernchef Lloyd C. Blankfein und Präsident Gary D. Cohn bekamen für 2008 keine Boni zugesprochen.

Die Optionen wurden zu einem Ausübungspreis von 78,78 Dollar zugeteilt. Ende 2014 – die Aktie war zum Jahreswechsel mit 193,83 Dollar bewertet – standen Optionen im Volumen von rund 1,4 Mrd. Dollar aus dem Jahr 2008 noch aus.

Goldman Sachs zahlt seinen Mitarbeitern seit der Krise einen geringeren Anteil an den Erlösen aus, um den Ertrag zu steigern und strengeren Kapitalanforderungen zu genügen. Die Vergütungskosten beliefen sich im vergangenen Jahr auf 12,7 Milliarden Dollar. Im Spitzenjahr 2007 waren es 20,2 Milliarden Dollar.

Quelle: Bloomberg

Foto: Shutterstock

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