Swisscanto: Japans Aktienkurse steigen

Nippons Aktienmarkt haussiert und die Binnen-Nachfrage erholt sich. So lautet die Analyse des japanischen Fondsmanagers Tadahiro Fujirama. Vor allem Industriewerte sollen aussichtsreich sein.

Fujirama arbeitet bei Sparx Asset Management mit Sitz in Tokio und managt den Swisscanto (LU) Equity Fund Small & Mid Caps Japan der Schweizer Fondsgesellschaft Swisscanto.

„Im ersten Halbjahr erfreuten Japans Aktienmärkte die Investoren mit Kursgewinnen. Nach einem ersten Quartal mit beträchtlichen Aufwertungen setzte sich der positive Trend leicht abgeschwächt fort. Dabei erreichte der Nikkei 225-Index den höchsten Stand seit über zehn Jahren“, berichtet Fujirama.

Starke Gewinnzahlen

Und: „Für diese Performance lassen sich verschiedene Gründe anführen, unter anderem die starken Gewinnzahlen im ersten Quartal, eine erhebliche Verbesserung des japanischen Bruttoinlandprodukts und eine weitere Schwächung des Yen. Im zweiten Quartal interessierten sich die Anleger vermehrt für unterbewertete Aktien wie Finanzinstitute und zyklische Titel, einschließlich der Hersteller von Nichteisen-Metallen sowie von Papier und Zellstoffen.“ Exportunternehmen seien dagegen weiterhin zurückgeblieben.

Der Experte meint, dass stark von der japanischen Binnennachfrage abhängige Produzenten unterbewertet seien, auch wenn einige von ihnen bereits zugelegt hätten: „Überdies erwarten wir, dass sie in Zukunft ein starkes Gewinnwachstum verzeichnen werden. Und zwar wegen der höheren Wettbewerbsfähigkeit in den Exportmärkten, der gesteigerten Produktivität dank erneuerter Anlagen und der zunehmenden Binnennachfrage in Japan.“

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Weiter sagt Fujimura: „Aus diesen Gründen erhöhen wir unseren Investitionsanteil in der produzierenden Industrie, vorwiegend bei Anbietern von Elektronikbauteilen und Maschinen. Zudem gewichten wir Unternehmen im Hoch- und Tiefbau stärker, da eine deutliche Erholung in diesen Bereichen zu verzeichnen ist. Im Gegenzug verringern wir die Gewichtung von Unternehmen, die zugelegt hatten, unabhängig davon, ob sie auf die Binnen- oder die Exportnachfrage ausgerichtet sind. Dabei verfolgen wir die Absicht, das Portfolio als Ganzes unterbewertet zu halten.“ (mr)

Foto: Shutterstock

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