Deutsche Wirtschaft entsetzt über Brexit

DIW-Präsident Marcel Fratzscher rechnet mit enormen wirtschaftlichen Kosten für Europa und erwartet in Deutschland im kommenden Jahr ein deutlich geringeres Wirtschaftswachstum als zunächst angenommen. Großbritannien könnte in eine Rezession rutschen. Auch Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater rechnet mit einer Konjunkturdelle in Euroland und einer Rezession in Großbritannien.

Die deutschen Banken sind zuversichtlich, dass die Aktienmärkte sich rasch von den Schockwellen des Referendums erholen. «Die Lage an den Finanzmärkten dürfte sich nach dem ersten Schock rasch beruhigen», sagte der Präsident des Bankenverbandes, Hans-Walter Peters. Die Notenbanken hätten zudem alle erforderlichen Vorkehrungen getroffen.

Peters geht davon aus, dass die Finanzplätze Kontinentaleuropas wie Frankfurt mittelfristig nach dem Brexit an Bedeutung gewinnen. Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon meinte: „Wir brauchen jetzt eine ehrliche Revitalisierung der gemeinsamen europäischen Idee.“

Der Betriebsrat der Deutschen Börse fordert Frankfurt als Rechtssitz der geplanten Superbörse mit der Londoner LSE. Es wäre „widersinnig, wenn der Hauptsitz nach London verlegt würde“, heiß es. (dpa-AFX)

Foto: DIW

 

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